Niederländer.
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der Ordnung, wie er sie in seiner Gewalt gehabt/hergesetzt. Seine größte Kunst bestuhnd im Aus,druck des Alters, welches er so deutlich anzuzei.geu wußte, al- die Zeit selbst es z» zeichnen pflegt.Er war auch in einem andern weniger wichti-gen Ausdruck stark, nämlich, er wußte jede Artvon Stoffen, Pclzwerk, Metall, und überhaupt je.de Sache, mit dem ihr eignen Kolorit nach demLeben, und zwar ungemcin charackterisch zu mahlen.Seine Austheilung des Lichts besteht vornehmlich ineinem starken Kontrast mit dem Schatten; welcheszuweilen eine gute Wirkung thut. Aber in vielen vonseinen Kupfern bemerkt man gar keine Wirkung:Woraus ich beynahe schliessen mögte, daß er entwe.der keine Regeln von der Kunst gewußt, oder solcheBlätter schon herausgegeben, ehe er sich dariyne fcst.gesetzt hatte. Die sonderbare Aussührnng der Plat.ten dieses Meisters ist ihm allein eigen. Sie ist baldrauh, bald fein, nachdem er entweder eine Skizzeoder ein ausgeführtes Stück liefern wollte: Aber inallen herrscht eine freye meisterhafte Hand: DieSchrasirungen laufen bald so, bald anders, und krcu.tzen sich von allen Seiten : Dem ungeachtet thun sieeine grosse Wirkung: Und seine Manier zu radiren.
^ kömmt