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Ueber Uferbefestigungen, Reinigung und Durchstechungen der Flüsse; Wiederbewässerung, Gräbenziehung; Teichnutzung und Verbesserungen; Einebnung und Aushebung über Seen, Mühlenbau, und Misbräuche der Müller, als wichtige Theile der landwirthschaftlichen Wasserbaukunst für Gutsbesitzer, Beamte etc : mit einer Kupfertafel in zwey Abtheilungen und zwanzig Figuren / von Jak. Christi. Wilh. von Scheurl
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53
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von Hauptquellen, oder von einem in Weyher hinein fließenden Bach herkommen, bemerkt;daselbst Hauptgraben hin gemacht, in die man allefeuchte und kleinere Quellen dann leitet. Hat derTeich keine Quellen, sondern es liegt oben geradewieder ein Teich, wo daS Wasser, als Ueberfall,herkam; so macht man, bessern ZugS, und wein-ger Mühe wegen, wenn änderst in der Mittekeine Erhöhung und viel Schlamm ist, geradedahin den Hauptgraben, und hat dann wenig,oder gar keine Nebengraben nöthig.

Sind aber viele Quellen vorhanden, so müs-sen solche erforscht, und überall von da aus indem Hauptgraben, durch Nebengraben, abgeleitetund hingeführt werden. Den im Graben befind-lichen Schlamm wirft man seitwärts auseinan-der, wodurch man schon etwas mehr Erhöhungerhalt. Ist der Schlamm aber völlig breyartig,und findet sich, in einer erstaunenden Tiefe sogar,kein festes Land, wie ich auf einem Guth, beyEinebnung eines grvsen Weyhers hatte, bannmuß man, wie ich selbst nützlich faud und erfuhr, mit gut verpfahlten Fichtcn-Faschinen, wennD 3 man

Duetten kan man in einem Weyher erforschen,Wenn man da, wo mehr Wasser ist, als oberhalbsieht oder herkommt, tiefe Locher mit einer Stan-ge sticht; hak man den rechten Fleck getroffen, sodringt mit Gewalt das Wasser hervor, das sichdaun in Gräben erAßen muß.