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Flora der Pfalz : enthaltend ein Verzeichniss aller bis jetzt in der bayerischen Pfalz und den angrenzenden Gegenden Badens, Hessens, Oldenburgs, Rheinpreussens und Frankreichs beobachteten Gefässpflanzen... / im Auszuge aus diesen Werken, bearbeitet von Dr. F. Schultz
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LABIAT/K.

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entfernte« Zähnen, oft ganzrandig; Kelchzähne und Deckblät-ter schmäler, zurückgebogen, Haare alle angedrückt. Blumeso gross wie bei der Var. «; kommt aber auch nicht selten vor.

e angustifolla parviflora, mit 2- oder 3mal so kiel'neu Blumen.

2. G. ochroleuca (Lam., G. cannablna Poll.). Stengel ronabwärts angedrückten, weichen Haaren flaumig, unter den Ge-lenken nicht verdickt; Blätter gesägt, die stengelsländigen ei-förmig, die astständigen ei-lanzettförmig; obere Lippe der Blumeeingeschnitten-gezähnelt; Blumen gross, (noch einmal so grossals bei der Var. grandlflora der vorhergehenden Art) gelb-lich weiss, mit einem schwefelgelben Hofe an der Basis derUnterlippe. £) Juli September. Gebaute und ungebauteSand felder, unter der Saat, auf Haiden und selbst in Wäldernauf dürrem Sande auf der Rheinfläche; in den Nahe- undGlangegenden; in der ganzen Vogesensandsteinformation, be-sonders um Kaiserslautern, Homburg, Saarbrücken, zwei-brücken, Bitsch und Dahn häufig. Var. mit lilafarbenenFlecken auf den Lippen, mit rosenfarbenen und mit purpur-nen Blumen, z. B. bei Bitsch und Annweiler.

3. G. Tetrahtt (L., Poll.). Stengel steifhaarig, unterden Gelenken verdickt; Blätter länglich-eiförmig, zu gespitzt»Röhre der Blume so lang als der Kelch oder kürzer; der mitt-lere Zipfel der Unterlippe ganzrandig, kleingekerbt, stumpfoder seicht-ausgerandet. Q. Juli, August. Feuchte Aeckernackte Stellen in Wäldern, Raine, Zäune, Schutt, Wegränder,überall sehr gemein. Var.

a vulgaris (F. Schultz, G. Tetrahit Koch), Mittelzipfe'der Unterlippe fast 4eckig, flach, kleingekerbt, stumpf oderseicht-ausgerandet. Blumen hell - purpurn, rosenroth oderweiss, mit einem meist schwefelgelben, purpurn-geflecktenHofe an der Basis der Unterlippe. Diese Var. ist die gemei-nere und ändert sehr ab, besonders in der Grösse der Blume?indem sie mit grösserer und mit nur halb so grosser Blumevorkommt. I)le untersten Deckblätter der Quirle sind zu-weilen blattlg, so z. B. fand Ich sie ziemlich oft bei Bitsch.

ß bifida (F. Schultz Archiv, de la Fl. de Fr. et dAl. P-64, Fl. G. et G. eis. add. au 498, G. bifida Boenningh.l Koch-?F. S. Fl. G. et G. eis. 498) Mittelzipfel der Unterlippe läng-lich, ganzrandig, an der Spitze ausgerandet, später am Randezurückgerollt; Blume klein, rosenroth, der Mitteizipfel derUnterlippe duukler-purpurn oder violett, mit einem weisslicbenRande umgeben und an der Basis mit 2 gelben Flecken be-malt. Unterste Deckblätter der Quirle meistens blattlg. Diese