Preußen.
Die Minen von Tarnowitz in der preußischen ProvinzSchlesien enthalten unverkennbare Spuren ihres hohen Altersund ihrer vormaligen großen Ausdehnung. Nach vorhandenenältern Urkunden wurden dieselben nach einer Unterbrechung,deren Dauer unbekannt ist, um das Jahr 1ö2t von einigenprotestantischen Auswanderern aus der Grafschaft Mannsfeldwieder aufgenommen. Georg Markgraf von Brandenburgund sein Sohn Georg Friedrich sollen sich durch die Erträg-nisse dieser Minen sehr bereichert haben, welche bis gegendas Jahr 1605 von großer Bedeutung gewesen seyn sollen.
Frankreich.
Im Reiche Karls des Großen waren alle Minen ausschlie-ßendes Eigenthum der Krone und blieben es bis zur RegierungKarls >1- Eine Berordnung dieses Königs vom Mai 1451hob das Kronrccht auf, welches, wie angegeben wird, vor-züglich zu dem Zwecke aufrecht erhalten worden, um den Mi-nenbctrieb in den Provinzen von Macon und Lyon zu be-fördern.
Aus Verleihungsbriefen, welche Karl der Große 786 sei-nen beiden Söhnen Karl und Ludwig ausstellte, geht hervor,daß Gold- und Silbergewinnung das Hauptaugenmerk diesesMonarchen beim Bergbaue ausmachte.
n plus ti'lwtni» rsgionis in saltii nnstro Hiuringiaco, all20 ,niI>i:n',A in longitnckinn <zt 10 in latitnckins, surs bsrecki-tnrin j>nx86<len(Iu»i: nt lnonltatsm ckamu« in territorio ckistrintiilliu« klominntioni^ et lockere anrum argentuingne,
atgne omnia inetnlli-.. In Goldast.
Auch scheint es, daß das Münzrecht zugleich mit demMinendistrikte verliehen worden, nach den Ausdrücken: »i»-8N)>er nt ckelieuti.8 et yosrcktis nureo« grosso« et ckenariosinonetnro . . . nt bona inoiieta. tangunm nostra ete. a
Einige Beziehungen auf Bergbau finden sich in den Ar-chiven von Lothringen. Es kommt vor, daß Gerard, derListe Bischof von Toul, im Jahre 975 der Kirche von Diezeinige Landereien verlieh und sich hierbei die Zehnten von denSilberminen vorbehielt.