324 Clafl. XXVI. Von Gaͤrten.
r. Wann die Waſſer klein und warm ſeynd/ auch nicht windig und ſullesWetter iſt/ ſo kan man fiſchen; Dann/ wann die Waſſer groß/ und ſehr windigiſt/ ſo kan man den Fiſchen nicht leichtlich bekommen.
2. In den Baͤchen und Fließ⸗Waſſern/ wann dieſelbige gehaͤget werden/kan man im Frühling bey trockenen Tagen/ wann es ſtill Wetter iſt/ und et-wann zu or ein wenig geriſſelt hat/ auch fiſchen. 1
3. Am beſten iſtes auch mit Netzen zu fiſchen/ entweder fruͤhe vor der Son-nen Auff gang/ oder auff den Abend nach der Sonnen Untergang/ dann zu die-ſer Zeit ſehen die Fiſche jam wenigſten.
4. Nach Bartholomei⸗Tag fiſchet man alle Tage mit groſſen Netzen/wann man will; Dann um dieſe Zeit iſt die groͤſſeſte Hitze vorbey/ dann ſonſtendie Fiſche leichtlich ſchwach und matt werden/ auch darvon abſtehen und ſter-
ben.
CLASSIS XXVI.
Von den Gaͤrten.
Ey unſerm Meyerhof/ und Anſtellung einer guten Haußhaltung iſt auchhoch noͤthig/ unterſchiedliche Gaͤrten zu bauen und anzulegen; Wol-len derowegen/ unſerer vorgenommener Ordnung nach/ nur das noth-wendigſte/ was der Meyer hierinnen zu wiſſen vonnoͤthen hat/ kuͤrtzlich/ unddeutliche Erlaͤuterung thun/ und das uͤbrige dem verſtaͤndigen und in der Gaͤrt-nerey erfahrnen Hauß⸗Vatter hierinnen nichts vorgeſchrieben/ und zufernerembeſſerm Judicio hiermit anheim geſtellet haben..Gaͤrten koͤnnen ins gemein auff zweyerlen Weiſe betrachtet werden/ undſeynd dieſelbige entwederI. Mutzlich/ oderII. Fur Luſt.I. Nutzliche Gaͤrten ſeynd vornemlich nach folgende:1. Banm⸗Obſt⸗ 22. Kuͤchen⸗„3. Kroaͤuter⸗und Artzney⸗ SGaͤrten.4. Wein⸗ 2 2 2
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5. Hopffen⸗„„II. Luſt⸗Garten ſeynd
1. Blumen⸗ 488 Spatzier.) Gaͤrten.
Betref-