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Vier Jahre in Spanien : die Carlisten, ihre Erhebung, ihr Kampf und ihr Untergang. Skizzen und Erinnerungen aus dem Bürgerkriege / von A. von Goeben
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und der Commandeur des Bataillons von Valencia, Beide ver-wundet, sielen in die Hände der Christines. Auch Jara, derkein gutes Loos erwarten mochte, hatte freiwillig als Gefangenersich ausgeliefert.

Unter den Todten befand sich mein Chef und Freund, derCommandeur des 7. Bataillons von Castilien, OberstlieutenantSabi, fast in jedem Gefechte verwundet und immer gleich un-erschrocken. Mit noch offener Wunde verließ er die Nordprovin-zen, um im Anfange der Action von Sotoca wiederum voneiner Kugel getroffen zu werden. Dann siel er bei Valdepenasin die Gewalt der Christines, die Brust bis zum Rücken durch-bohrt; gegen einen dort gefangenen Escadrons-Chef ausgewech-selt, so wie er transportirt werden konnte, siel er an der Spitzevon 140 Mann, der kleinen Schaar, die von seinem Bataillonihm geblieben, als er, wiewohl noch schwach und ohne Kom-mando, gegen den anstürmenden Feind sie begleitete. So vieletreue Gefährten sanken da in die frühe Gruft! Von allen Offi-cieren meines Bataillons retteten sich nur zwei nach Aragon;der eine von ihnen ward dort bei der Belagerung von Morellagetödtet, mir lieb wie ein Bruder. Glücklich, glücklich preiseich sie: sie ruhen in dem Schooße der Heimath, sie kennen nicht,wie ihre trauernden Gefährten, den bittern, erdrückenden Schmerz,verrathen, verkauft dem Monarchen, für dessen Rechte sie ihrBlut vergossen, in die kalte Fremde folgen zu müssen, ihrenKönig gefangen schmachten zu sehen und das Vaterland unterdem Joche revolutionairer Anarchie seufzend zu wissen. Sie er-rangen sich herrliches, beneidenswerthes Loos!

Seitdem General Guergu e nach der Rückkehr des Königsaus Castilien das Commando der Armee übernommen, war seinStreben darauf gerichtet, so bald wie möglich den Krieg wiedernach den Provinzen südlich vom Ebro zu spielen, wozu er, der