großen weißglasirten Fliesen belegt, auch enthält jeder Arbeits-platz einen Gashahn mit chemischer Lampe. An der Hinterwand,den Fenstern gegenüber, sind zwischen eisernen Säulen 4 große,unten ganz mit Eisen bekleidete, und mit eichenen Schiebfensternversehene geschlossene Herde angebracht, zwischen welchen, also inder Mitte der Wand, eine Nische für den eisernen Heizofen freigelassen ist. Zwei jener Herde enthalten je 3 Feuerungen mitKlappen und Schiebern zur beliebigen Regulirung des Zuges undzur Ableitung der Dämpfe und Gasarten. Der dritte Herdist in 2 Abtheilungen getheilt, deren eine einen BeindorffschenDampfapparat, die andere einen Trockenraum enthält; der viertebildet die große Sandkapelle. Sämmtliche Feuerungen dieserHerde erhalten den Luftzufluß aus einem unter dem Fußbodenliegenden weiten, gemauerten, ins Freie mündenden Kanale, inwelchen auch die Asche fällt. Unter den Feuerungen befindensich die mit Thüren verschlossenen Räume für Holzkohlen, Kokesund dergl.
An der einen kurzen Wand des analytischen Laboratoriumsist der zu dem Hörsaal führende geschlossene Herd, und danebenein Tisch mit großem Blasbalg darunter und 3 Gasgebläselampenzu Glühungen, zum Ausschließen und Glasblasen. An der an-deren kurzen Wand befindet sich der große, mit weißen Fliesenbekleidete Spülraum für den Laboranten und daneben einkupferner Dampf-Trockenschrank mit 12 kleinen und einer großenAbtheilung, der durch den im Souterrain liegenden Dampfkesselgeheizt wird.
3 — Das Waagenzimmer, worin eine Wand auf einemKonsolentisch die chemischen Waagen für die Praktikanten enthält.In diesem Zimmer ist eine hydraulische Presse von 100,000 PfundDruckkraft, ein kleines Walzwerk und eine Luftpumpe aufgestellt;auch enthält es einen Schreibtisch mit Bücherschrank für diePraktikanten, und einen Schrank für gewöhnliche Utensilien.
Ein mit dem Waagezimmer kommunizirender abgeschlosse-ner Raum neben und über der Tröppe dient als eine ArtLlaolis-ässorärs zum Beiseitesetzen von allerlei Gegenständen,