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1274 Von nuͤtzlichen Kuͤnſten.nach Gutduͤncken/ hernach 2. Loth geſtoſſen Weinſtein/ anes zuſammenan Feſchin, ſetzts vier Tag lang an die Sonne/ wann ſie warmſcheinet/und behaͤlts.
1&* 19. Wie man gute Staͤrcke machen ſolle.
Man nimmt eine Metzen des allerbeſten und ſchoͤnſten Waitzens/ die-ſen klaubt man ſauber aus/ daß nichts Unreines darinnen ſenaerans thas 32nach ſolches in einen groſſen Zuber/ und ſchuͤttet friſches Brunnen⸗Waſſerdaruͤber/ laͤſſets bis auf den Abend ſtehen/ hernach ſchuͤttet man ſolches Waß-ſer darvon/ und gieſſet wieder friſch Waſſer daran/ ruͤhrts aber zuvor auf/ daßes ngabet er. hart ſitzen bleibt. b
Dieſes thut man 14. Tage lang nach einander/ bis daß der Waitzengenug erweichet/ und ſich ausdrucken laͤſſet/ wie eine dicke Milch. Drucktsdnn durch ein ſauber Leinen Saͤcklein/ in ein ander ſauberesreines Ge-
irr aus.
Dasjenige/ ſo amerſten heraus gehet/ thut man in ein beſonderGeſchirr.Dieſes giebt die ſchoͤnſte Staͤrck.
Ferner truckt mans noch einmal/ thut diß auch beſonder in einanderGeſchirr. Dieſe wird etwas ſchlechter/ gls die erſte.
Zum drittenmal druckt mans aufs ſtaͤrckſte. Aus dieſem wird dieſchlechteſte. Laͤſſets alſo 1. Tag lang ſtehen/ und ſich wol ſetzen/ gieſſethernach das Waſſer davon/ und ſchuͤttet wieder friſches daran/ darnach denTag noch einmal.
Endlich ſpannet man ein ſauber Tuͤchlein in eine Rahme/ ſcharret miteinem Loͤffel die Staͤrcke/ jede beſonder/ darauf/ und laͤſſets an der Sonnetrocknen/ ſo iſts recht/ und bekommt man von dieſem Metzen Waitzen ohnge-ſehr 20. Pfund Staͤrck.
10. Staͤrck⸗Meel auf eine andere Art zu machen.Man nimmt guten reinen Waitzen/ der Winter⸗Waitze iſt der beſte/
woaͤſcht denſelbigen in einem Fluß⸗oder andermſaubern Brunnen⸗Waſſer.
enba 18 thut ſelbigen hernach in ein Geſchirr/ und gieſſet ander reines Waß-er daruͤber.Dieſes gieſſet man den andern Tag wieder ab/ und hergegen friſchesWaſſer darauf/ und continuiret ſolches ſo lang/ bis daß derwird/ daß man denſelbigen zwiſchen zweyen Fingern zerreiben kan; Alsdandgieſſet man das Waſſer ab/ und thut den Wattzen in einen dichten Sack-von gelblichter Leinwat/ oder einer Kuͤſſenziechen/ bindet denſelbigen feſtzu/ und laͤſt den Sack in einem reinen Zuber mit reinen Fuͤſſen austretten/alſo