Zell im Zilletthall, den 27 März, 1784. 147
und mit jungem Laube prangende Auen von Erlen,untermischt mit Dörfern, Kirchen, einzelnen fried-lichen Hütten, übersah ich hier mit einem Blicke,der, wenn er über alle diese schönen Abwechslun-gen langsam hingefahren war, im Norden an demkahlen wilden Felsgebirge Sorinenweiidjoch, Mar-telspih, und ihren Nachbarn im Unterinnrhale,hangen blieb, und die Szene so artig geschlossenfand, als der Schöpfer nimmermehr eine in derweiten Natur schließen konnte. Aber alle dieseSchönheiten waren nur der kleinste Theil in derLandschaft, die ich vor mir sah. Alle die Bergket-ten, die das Thal im Osten und Westen begran-zen — , deren Höhen jetzt eben zu grünen anfien-gen — auf denen man in der Ferne zerstreute,weidende Heerden von Kühen unterscheiden konnte —die Berge im Osten, das Bergthalchen Gerlos, —die Berge, die das von Ost gegen West hinge-streckte Hauptthal PlNMU'6 begranzen, und zwi-schen denen sich das Auge verlohr, gerade vor mirim Südost — hinter mir im Süd — und Südwestdie Gebirge vom Zillcrgnmdc, von der Stilluppe,Flvite, einen Theil der beschriebenen Deiner- Ge-birge, das Thalchen, das sich von Finkcnbcrg ge-gen Tup hinzieht — ! Sie fallt-meine
Feder. Sie müssen schlechterdings selbst auf demPlätzchen seyn, auf dem ich hier saß, um alles zufühlen, was ich fühlte: und loben will ich Siemir, wenn Sie es auch nur zum Hunden stcnTheile andern wieder sagen können. Wahrend dem
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