Band 
Vierter Theil.
Seite
175
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Tüsxs.

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Schönheit so berühmten Heinzen-Berges (la Mon-tagna), welcher bis Raums, 28t. lang und 2 St.hoch, amphitheatermafsig sich ausclehnt, und sichendlich in die Alpen des Stella verliert. DerAnblick dieses B. rges ist durch seine Fruchtbarkeit(Kastanien- und Mandelbäume, und Wein wachsenhier), durch die herrliche Bebauung und Wiesen-wässerung, durch seine 6 Dörfer, viele Höfe undunzählige Maiensäfse bezaubernd. Auf dem Hei/irzen- Berge liegen der Pascholer- See, Alvetta- See,und der Liiscfter- See; dieser letztere ist ohne Zu-und Abflnfs und sehr tief, macht bisweilen grofsesGetöse und sein unterirdischer Abflnfs ist wahr-scheinlich die Ursache der vielen Unfälle dieserGegend, wo der mergelschiefrige Boden nach derHolla herabrutscht. Der tiefe Part einer- Tobel

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durcbschneidet den Heinzen - Berg. Südwärts er-hebt sich der Piz Beverin (auch Bafrin und Cor-nudes genannt), 4 000 F. über Tusis erhaben,von welchem die wilde Holla herkömmt, undder sich von Tschapina sehr mühsam und zumTheil gefährlich ersteigen läfst. Alle Bewohnerdes Heinzen -Bergs sind Protestanten und sprechenromanisch, ausgenommen Tusis, wo man allge-mein deutsch redet. Die Spaziergänge auf derprächtigen Terrasse des Heinzen - Bergs und dieAussichten über das ganze Domleschger - Thal sindunbeschreiblich mannigfaltig. Das Scblofs Tag-stein und das Dorf Massein geniefsen einer sehrreizenden Lage und Aussichten. Nordwärts liegtTartar, dessen Einwohner Abkömmlinge einerKolonie gefangner Hunnen seyn sollen. Das Dorf"Kuiis ist merkwürdig, weil diese Gemeinde ganz