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das Von denselben Quelle» zu,22,000 Man» stark angegeben wird.Der russische Bericht gibt die Stärke der Ungarn aus 6 BatailloneJnsanterie, 20 Schwadronen, 20 — Z0 Kanonen an und behauptet,daß Dembinski den Oberbefehl geführt habe. Nach einem heftigenGefecht, das meist Von Reiterei geführt wurde, mußten die Ungarnbis hinter Tot-Almas zurückgehen, behaupteten sich aber noch einigeTage zwischen Szolnok und Czegled. Schon einige Tage früher hattensich bei Agatha, unweit Kradszog (ungefähr halbwegs auf der Straßevon Debreczin nach Szolnok) Massen kumanischen Volkssturms ge-sammelt und im Lager von Püsböki, nördlich von Großwardein, 0600Mann zusammen gezogen. In Folge dieser Bewegungen soll sichTscheodajeff von Debreczin, Koutznetzoff von Tokay zurückgezogen haben,so daß dem heranrückenden Görgey ein Durchgangspunkt offen ge-halten wurde. Hier wurde der bereits vollendete Verrath, aufweichenwir zurück kommen werden, besonders sichtbar. Laut dem 15. russischenArmeebülletin, war die Stellung am 27. Juli folgende: Das zweite,dritte und vierte Jnfanteriekorps hatte sich nach aufgegebener Ver-folgung Görgey's von Paroslo bis an den Hernathflnß am rechtenTheißuser ausgestellt und zwar das zweite und dritte Armeekops (Pas-kewitsch) in Paroslo, das vierte Armeekorps theißaufwärts bei Watta.An demselben Tage traf General Grabbe, von den Bergstädten kom-mend, in Putnok ein und sollte auf demselben Wege, welchen Görgeygegangen, über Miskolc; nach Tokay marschiren um sich dort mitdem mittlerweile südwärts herabrückenden General Sacken zu vereini-gen. Dies wurde durch Görgey vereitelt, der zwischen den beidenGeneralen Sacken und Grabbe stand. Unweit Szalonta ergießt sichder Hernathflnß in die obere Theiß, nachdem er kurz vorher beiOnod sich mit dem nordwestlich, von den Karpathen herabkommendenSajofluß vereinigt hat. Der Sajo und der Hernath bilden vor ihrerVereinigung einen spitzen Winkel, mit dem Scheitel gegen Südengerichtet, dessen reckter Schenkel der Hernath, den linken der Sajobildet. Am linken Ufer des Hernath liegt ein Dorf, Geszthely, woGörgey mit seiner Hauptmacht stand, gleich bereit die russischen GeneraleSacken und Grabbe einzeln zu schlagen. Am 28. war Grabbe vonPutnok aufgebrochen, hatte Miskolcz besetzt, und war in das Fluß-delta von Hernath und Sajo marschirt, bis er bei Onod und Gesz-thelv Vom Feinde angegriffen wurde. Nach vierstündigem Kampfezog er sich aus dem Delta über den Sajofluß zurück, und nahm eineStellung bei Miskolcz, mit der Front gegen Ost. Plötzlich aber er-schienen die Ungarn in seiner rechten Flanke, wodurch sie ihm dieStraße nach dem Süden verlegten, und ihn dadurch zwangen, sich