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I. Morphologisches.
Fünensches Randgewässer.
das des Kleinen Beltes. Die Westgrenze wird gebildet zunächst durchdie Insel Langeland , dann durch eine Reihe von Untiefen, welchesich von einem, allerdings noch an der Westküste, aber nahe derNordspitze dieser Insel gelegenen Punkte aus nordwärts erstreckenund Rödgrund, Smörstakengrund, Langesand und Vresens-Pullerheissen, und drittens durch eine Linie, welche Vresens-Puller mitKnudshoved auf Fünen verbindet. Die Ostgrenze beginnt wol ambesten an einem südöstlich von Korsör gelegenen Vorsprunge, autwelchem der Korsör-Wald an die Küste herantritt, und wird be-zeichnet durch eine Linie, welche von hier nach der Insel Aegholmzu ziehen ist, dann über die Inseln Aegholm, Agersö und Omöhinweggeht, ferner auf dem von dem Südpunkte der Insel aus sichweit seewärts erstreckenden Riffe Omö-Tofte entlang läuft und sichüber den südwestlichsten der beiden Staal-Gründe nach dem an derNordwestküste Laalands gelegenen Bjelke-Hoved hinzieht. Die Nord-grenze ist bereits erwähnt.
Im Gegensätze zu dem Kleinen Belte ist der Grosse Belt sehreinförmig in seinen Umrissen und daher kaum in Unterabtheilungenzu zerlegen. Jedoch kann man immerhin einen kleineren nördlichenTheil, welcher im Süden durch eine Linie begrenzt wird, die manvon der Nordspitze Langelands über die Untiefen Bro(en), d. h.Brücke, und Vengeance-Grund hinweg zum Vorsprunge Naeb(et) autAgersö zu ziehen hat, von einem weit grösseren südlichen trennen.
c. Das fünensche Randgewässer.
Officiell ') sind freilich die Westgrenze des Grossen Beltes unddie Ostgrenze des südlichen Kleinen Beltes andere als die hier an-gegebenen, indem eine gut abgegrenzte Meeresabtheilung, welchewol einen selbstständigen Namen verdiente, theilweise zum Grossenund theilweise zum Kleinen Belte gerechnet wird. Es handelt sichnämlich um jenen Meeresraum, welcher von dem südlichen KleinenBelte ausser durch die nicht unbeträchtliche dänische Insel Aerö noch durch jene schon oben erwähnte östliche Grenzlinie geschiedenwird und dessen Trennung vom Grossen Belte durch das bedeutendeLangeland sowie durch die oben angegebene westliche Grenzliniedes Grossen Beltes bewirkt wird. Das hauptsächlichste Merkmaldes so umschriebenen Meeresgebildes ist eine Anlagerung an die
*) Vgl. Segelhandbuch für die Ostsee ; herausgegeben von dem hydrographi-schen Bureau der kaiserlichen Admiralität. I. Berlin 1878. S. 242.