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II. Geologisches.
Zerstörung der Steilküsten.
schendorfer Huk ; die kleine Insel Wallfisch im Wismarschen Busen,von der aus sich ein grosses Steinriff bis fast nach Poel hinüberzieht; die hohen Ufer der Neuhöfer und Kaltenhöfer Feldmark aufPoel ; das Steilufer der Halbinsel Wustrow ; die Uferstrecke Arendsee bis Heiligendamm sowie die von Börgerende bis zur Stolteraa; derHeideort in der Rostocker Heide und vor allen Dingen die dilu-viale Partie des Fischlandes, sowohl an der Ostsee -, wie an derBinnensee-Seite.
d) an der pommerschen Küste:
In der riigenschen Inselgruppe sind die hohe Nordspitze derInsel Hiddens-O, der sog. Dornbusch, und die hohen Ufer derLänder Wittow , Jasmund und Mönchgut sowie das gelbe Ufer vonZudar einer sehr beträchtlichen Abspülung unterworfen. In hohemGrade leidet auch die Greifswalder Oie darunter. Auf Usedom werden der Streckels-Berg und das hohe Heringsdorfer Ufer, aufWohin die Steilküste östlich von Swinemünde von den Wogenunterwühlt und östlich der Divenow erleiden das hohe Landzwischen Hoff und Horst, das hohe Colberger Ufer, das VorgebirgeJershöft und die Steilküste bei Stolpmünde ähnliche Schicksale. 1 ).
e) an der preussischen Küste:
Hier findet man den hohen isolirten Partien von Rixhöft undden Steilküsten von Oxhöft und Zoppot viele Steine vorgelagert;die grössten Landverluste erleidet jedoch die Steilküste des Sam-landes.
f) an den Küsten der russischen Ostseeprovinzen:
Hier sind gleichfalls einige derartige Küstenstrecken, wie amFelixberg, am Steinort und am geschiebereichen Cap Mescheragezeem.
Sehr zahlreich sind, wie man schon von vornherein wegen dergrossen Küstenausdehnung erwarten darf, die Steinriffe in demdänischen Inselmeer und zwar treten dieselben in grösster Häufig-keit in den inselreichsten Theilen desselben auf, also in dem fiinen-schen Randgewässer und in dem Meerestheile zwischen dem GrossenBelte und der östlichen Ostsee . Die wichtigsten dieser Riffe, dasGjedser-Riff und die von den Inseln Sprogö und Omö ausgehenden,wurden bereits im ersten Abschnitte erwähnt wegen ihrer Bedeutungin Betreff der Abtrennung von Meerestheilen. Namen und Lageder übrigen fast zahllosen Steinriffe sind von geringerem Interesse.
*) Segelanleitung, S. 56, 58.