Band 
Erster Theil. A-D.
Seite
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Abzug

an man das Röllchen, oder den Klöppel fest ansteckenkann, auf welchen der Faden gewunden wird. Wennman nun mir der stachen Hand die lange Welle der Ma-schine, die auf eiueni Tuche sieht, herumtreibt, so be-wirkt dar Schwungrädchen, welches dann beständig imGange, die gleichförmig fortdauernde Bewegung derMaschine, und so läßt sich in kurzer Zeit von einerSpuhle, die ebenfalls an einem Draht oder an einerSpindel beweglich ist, vieles abwinden oder abfpuhlcn.

Abzapfen heißt beym Bergwesen, dem Was-ser in der Grube einen Abzug oder Abfall verschaffen.

Abzeichnenmaschtlre s. Zeichnenmaschine.Abziehpflug s. Pflug.

Abziehungökanal s. Abzug.

Abzug, Abzüge, Abzugsgraben, Ent-wässerungsgraben, Abziehungskanäle, Eut-wässerungökanäle. Diese Benennungen gebrauchtman bey Gruben, Kanülen, Schleusen, Rinnen oderRöhren in der Erde, welche den Abfall des Wassersauf den Feldern, Wiesen und in Gärten befördern.DaNirch werden denn auch sumpstge Wiesen und Mo-räste trocken gemacht.

Bei dem Auöstechcn eines solchen Kanals hatman folgendes zu beobachten. Zuvor bestimmt mandas Prosit des Grabens durch die Berechnung der zuerwartenden Geschwindigkeit des aussticßcndcn Wassers.Man dividier nämlich die abzuführende Quantität durchdie Geschwindigkeit der Zeit; dadurch erhält man dannim Quadratmaße das Prosit des Grabens. Die Breitedesselben hat man nun gewöhnlich in seiner Gewalt,aber nicht die Tiefe; diese muß sich so viel wie mög-lich nach dem Wasscrstande der tiefsten Senkung rich-ten; s. auch Aufschlagwasser.

Wenn der Graben senkrechte Seitenufec, wie einGerinnes erhalten soll, so wird das Profiljdurch die Tiefeabermals dividirt; der Quotient giebt dann die Breitedes Grabens. Stellt aber das Profil ein Trapez vor,