Druck des Wassers.
§8r
pers, unser welchem diese eingeschlossene Wassermasse sichVerbreiter, aber da sie nicht steigen kann, eine überhauptnur kleine Masse ausmacht. Man stelle sich z. B. dasGrundwert eines aus Wasser gestellten Gebäudes, etwaeiner Mühle, vor, worunter durch enge Verbindungs-wege Wasser aus einem von diesem Grundwert hochste-henden Flusse sich hinzieht. Die Frage sey jetzt, mirwelcher Kraft wirkt das so wenige und so beengte Was-ser gegen dieses Grundw'rk nach ob n zu? Das freyeGewässer, mit welchem es zusammenhängt, stehe zu-gleich >6 Fuß höher, als das Grundwerk liegt. DieSacke ist dann auch hier aus eben den Gründen zu be-urtheilen , wie wir sie oben kennen gelernt haben. DasWasser unter dem Grundwerk nämlich würde, wenn esfrey steigen könnte, nickt eher das Gleichgewicht halten,als bis es eben diese Höhe von i6 Fuß erreicht hätte.Diese 16 Fuß hohe Wassermasse fehlt ihm also zumGleichgewicht. Es drückt «hm zwar das Grundwcrk miteinem Gcwickt entgegen, das mehr als die 16 Fußhochstehende Wassrmasse beträgt; allein dies nämliche indem Grunde beklemmte Wasser drückt nun auch mit ci-ner gleichen Kraft gegen das Grundwerk an. DieseKraft muß man also aus dem Gewichte des Wassersschätzen, welches auf dessen Fläche 16 Fuß hoch stehenkörnte. Gesetzt, diese Fläche sey ioc-o Quadratfußgroß, alsdann betrüge jene Wassrmasse 16000 Kubik-fusi, welches mir 48 multiplicirt (wenn man das Ge-wicht von einem Kubikfuß Wasser zu 48 Pfund rech-net) 768,000 Pfund ausmachen würde.
Hieraus leuchtet die Nothwendigkeit deutlich insAuge, bey einem Grundbauc in oder neben dem Wasserja auf obige Umstände Rücksicht zu nehme». Freylichwird dieser Druck des Wassers allein ein sieincrncs Ge-bäude nickt umstürzen, welches aus einem viel schwerernMaterial aufgeführt ist. Angenommen, dies Materialsey 2| mal schwerer, ale das Wasser, so würde dasGemäuer, welches auf den erwähnten loooQuadrat-fußenin der Höhevon 16 Fuß steht, 1,926,000Pfund1. Theil. Kkk