Band 
III. Theil.
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Schluss.

Meeresboden, das Auswaschen der Thäler u. s. w. Odersie ereignen sich plötzlich, wie die von aufserordentlichenFluthen verursachten Durchbrüche, die Berg- und Erdfälle,die durch vulcanische Ausbrüche bewirkten Ueberschüttun-gen, das Einsiuken und Erheben des Bodens durch Erdbe-ben. Aber bei der einen sowohl als bei der andern Art, soauffallend auch diese gegen jene erscheint, wirken immerdieselben Kräfte, die wir als die Triebfedern aller Erschei-nungen in der ganzen Natur erkennen.

Lassen wir diese Erscheinungen beider Arten in Bezie-hung auf die uns bekannten Naturkräfte, die wir als die Ur-sachen derselben betrachten dürfen, uns zu Wegweisern die-nen in dem Gebiete der Geschichte der Erdoberfläche, undzwar so, dafs wir unsere Forschung darüber bei den Er-scheinungen der neuesten Zeit und ihren Wirkungen auf dieGestalt der Erdoberfläche beginnen, und von da den We£Schritt vor Schritt der Vorzeit entgegen verfolgen; so wer-den wir ungefähr zu folgenden bald mehr bald weniger si-_ eher begründeten Ergebnissen geführt werden.

Die Umrisse der Länder, d. i. die Gestalt ihrer Mee-resufer, verändern sich unter unseren Augen, und dieUeber-lieferung berichtet uns aus allen Zeiten Veränderungen diemit denselben rorgegangen sind. Hervorragungen sind ver-schwunden , Busen sind entstanden, zusammenhängendeTheile des Landes sind durch Arme des Meeres getrennt,getrennt gewesene sind durch Landansatz verbunden wor-den. Inseln sind entstanden und verschwunden, Flüsse ha-ben ihren Lauf geändert, Thäler und Seen sind verschüt-tet worden. Da dieses immer geschieht und während eini-ger tausend Jahre geschehen ist, so darf man mit Zuver-sicht behaupten, dafs die Länder und Inseln der Vorzeiteine von der heutigen mehr oder weniger verschiedene Ge-stalt gehabt haben müssen.

Folgen wir auf den von uns ans diesem Gesichtspnncte