Alter des Menschengeschlechts. 251
nicht schon die verhältnifsmäfsig jungen Pyramiden Ae gyptens ?
Jedoch es finden sich wirklich Denkmale menschlichen' Wirkens aus Zeiten die unsere Ueberlieferung nicht zu er-, reichen vermag, wie die Scliiife und Scliiffsgeräthe imtrocknen Lande, und ähnliches — wahre fossile Ueberrestemenschlicher Kunst. Und gehören nicht auch hieher — ob-gleich aus neuer Zeit — die fossilen Städte am Fufse desVesuv , deren wir vorhin gedachten? die Mauern in denLavaströmen der Rocce Monfine? u. dergl. Aber auchdiese sind durch örtliche Katastrophen zerstört worden,und solcher Zeugnisse von solchen Ereignissen, die abersämmtlich für eine allgemeine Umwälzung keinen Beweisliefern, können im Laufe der Zeit leicht noch manche ent-deckt werden. Dahin gehören die Spuren der Zerstörungenmenschlicher Wohnungen und Werke bei den sieben Pago-4 den, im Biesboscli, am Dollart an den Küsten der Bretagne ,
, dahin die verschütteten Städte am Fufse der Alpen : Laga-
ris, Maja, Plürs, Goldau u. s. w. Von ähnlichen inuralter Zeit gewifs eben so erfolgten Ereignissen sind Nach-richten und Spuren verschwunden; wer mag wissen wie tiefsie unter Trümmern begraben liegen — nur das tief Be-grabene ist gegen Zerstörung geschützt, — wird jemals einZufall ihre Spuren zu Tage bringen? Werden Goldau undLowerz jemals wiedergefunden werden? und, sollte dasnach einem Paar Tausend Jahren geschehen, wird dannnoch Kunde unter dem spätem Geschlechte bestehen vonder Art und von der örtlichen Beschränkung der Katastrophei die diese Spuren der Zerstörung hinterlassen hat? Wermöchte diefs mit Zuversicht erwarten? Denn das sciimei-cheln wir uns doch nicht, dafs unsere gelehrten Werkenach Zweitausend oder mehr Jahren noch Leser haben Vier den ? Vielleicht Göthe und Byron, — kaum Buffon undHumboldt — gewifs nicht Leonhard , Hoff und Keferslein.