S 62 Geschwindigkeit des fließenden Wassers
C über dem Wasser oder C G. Alsdann ergibt sich dasrechtwinklichte Dreieck CP5, folglich C3 — CG = 68,oder die Tiefe der Kugel ? unter dem Wasser. Mit demgriechischen Buchstaben <p bezeichne man den WinkelACP, und mit \p einen andern Winkel, den das Lothbei irgend einer andern Tiefe angibt. Es verhalten sichdann die Geschwindigkeiten in diesen verschiedenen Tiefenwie T~ tang. <p : f~ tang. \J/, Hätte man demnach dieabsolute Geschwindigkeit in der Oberfläche und auch denWinkel ch, den das Loth nahe an der Oberfläche imWasser am Quadranten zeigt, gefunden, so könnte manes tiefer einsenken, die Tiefe und den zugehörigen Win-kel \J/ bemerken, und nun schließen: ^■tg<pJu^'t:g^J;,oder die Geschwindigkeit in der Oberfläche zu der Ge-schwindigkeit in der andern Stelle.
Wenn man nun unmittelbar aus diesem Versuche
die Geschwindigkeit in jeder Tiefe bestimmen will, so
gibt die Theorie folgende Regel an die Hand: Es ist2 ?_
c = 4 Y ~—-g r t g <p, wo A den Abweichungswin-
kcl, y die eign« Schwer« des Wassrs, J die eigne Schwe-re der. Materie der Kugel, und r den Halbmesser derKugel bedeutet. Diese Regel hat man durch Versucheziemlich bestätigt gefunden, wie man aus Karstensund Käst nere Schriften sieht.
Manfredi gab sich die Mühe, mittelst sehr sinn-reicher Vorrichtungen das Pendel in still stehendem Was-ser mit bestimmten Geschwindigkeiten fortzuführen, unddie Winkel in einer Tabelle zu bemerken, die es bei je,der Geschwindigkeit mir der Wasserfläche machte. Daes nun einerlei Winkel geben muß, wenn das Pendelan dem stillstehenden Quadranten von einer eben so gro-ßen Geschwindigkeit des bewegten Wassers gehoben wird,als diejenige war, womit vorher das Pendel durch dasstehende Wasser fortgezogen wurde, so durfte man nun,blos den bei der Einscnkung in den Strom gefundenenWinkel mit dem in der Tabelle vergleichen, und die da,neben bemerkte Geschwindigkeit für die senkrechte Tiefe