Band 
Vierter Theil. R-Schrau.
Seite
441
JPEG-Download
 

441

Schornsteinfcgemaschine

Schdpper, Schöpfer, nennt man in Schlag-und Reperir »ihren einen kleinen an der Welle ei-nes Laufrades (des Schöpfradeö) steckenden Theil,welcher den durch das Aushcben zurückgefallenenRechen wieder vorwärts treibt, indem er bey jederUmdrehung des Rades einen Zahn des Rechens zustch hin fchöpft. Dadurch kommen denn die Schlägezum Vorschein; so viel Mal der Schöpfer sich um-dreht und so viele Zähne er fchöpft, so viele Schlägegeschehen auch.

Schornsteinftgemaschine , Kehrmaschineoder Reinigungömaschine für Schornsteine.Ich verstehe hierunter eine Maschine zum Kehrender Schornsteine, durch welche die gefahrvolle Arbeitdes Kletterns in den Essen, welche besonders fürLehrlinge oft so unglücklich ablief, unnöthig gemachtwird.

Bey der Erfindung'einer solchen Maschine kommtes vornehmlich darauf an, Krahinstrumente und Bür-sten an der inwendigen Flache der Schornsteinwändeordentlich auf und nieder zu bewegen, damit die Ar-beit des Reinigenö eben so gut geschehe, als wennsie von Schornsteinfegern auf die gewöhnliche Art vor-genommen wird. Folgende Maschine habe ichzuerst (in meiner Schrift über den Schornsteinbau)bekannt gemacht.

Zwey Schenkel aus Holz, jeder etwas längerals die Weite der Schornsteinröhre, sind durch einScharnier mit einander vereinigt; sie können alsomehr oder weniger gegen einander geneigt werden, umeinen größern oder kleinern Winkel zu bilden. BeydeSchenkel sind gespalten, unk durch diese Spalten gehtein starker hölzerner Stock, der darin auf und niedergeschoben werden konnte, aber nicht länger seyn durfte,als daß man ihn von unten bequem in den Schorn-stein hineinzubringen im Stande -war. Auch der