Band 
Zweyter Theil.
Seite
90
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sin, mit ewigem Schnee und Eis bekleidet,aus welche» sich himmelanstarrende Spitzenerheben. Zwischen diesen Hörnern erstreckt sichder ungeheuer« Gletscher, welcher sich am Rätz»liberg tief in's Thal herabsenkt. Fn dieser Ge-gend ist der Sommer wegen der hohen Lageund des Schattens der Gebirge, einem unun-terbrochenen Frühling gleich. Die Lust ist über-aus rein und gesund, und der Ort eignet sichdaher besonders für diejenigen zum Aufenthalt,welche sich einer Molkencur bedienen wollen.In der südliche» höchsten Gegend des Sim-inenthales strömen dicht unter einem Kranz oonGesträuch aus einer Felsenwand die siebenBrunnen hervor, deren Gewässer sich gleicham Fuße des Felsens vereinigen unddieCim-me bilden. Über den Quellen dieser siebenBrunnen erhebt sich das hohe kahle und spitzeSeehorn mit einem See, dessen Abfluß ver-muthlich jene Brunnen sind.

Gehen wir nun an den Thunersee zurück.Die kleine Stadt Thun an der Aar , nahe beyihrem Einflüsse in den See, hat einige In-dustrie, Schulen, ein Krankenhaus, ein Wai-senhaus und eine Bibliothek. Seit Kurzemhat Thun eine Artillericschule. Den Ruinen