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Erster Band.
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ich einen thätigen Antheil genommen haben. Erst ganzneuerlichst hat durch die vortrefflichen Arbeiten von Dumas und Bvnssmgault auf neuen und sicheren Wegen die che-mische Analyse der Atmosphäre einen hohen Grad derVollkommenheit erreicht. Nach dieser Analyse enthält dietrockene Luft im Volum 20,8 Sauerstoff und 79,2 Stick-stoff; dazu 2 bis 5 Zehntausendtheile Kohlensäure, einenoch kleinere Quantität von gekohltem Wasserstoff", undnach den wichtigen Versuchen von Saussure und LiebigSpuren von Ammoniaeal-Dämpfen", die den Pflanzenihre stickstoffhaltige Bestandtheile liefern. Daß der Sauer-stvffgehalt nach Verschiedenheit der Jahreszeiten oder der ört-lichen Lage auf dem Meere und im Inneren eines Eon-tinents um eine kleine, aber bemerkbare Menge variire, istdurch einige Beobachtungen von Lewy wahrscheinlich ge-worden. Man begreift, daß Veränderungen, welche miero-seopische animalische Organismen in der in dem Wasseraufgelösten Sauerstoffmenge hervorbringen, Veränderungenin den Luftschichten nach sich ziehen können, die zunächstauf dem Wasser ruhen.In einer Höhe von 8226 Fuß(Faulhorn) war die durch Martins gesammelte Luft nichtsauerstoffärmer als die Luft zu Pariö."

Die Beimischung des kohlensauren Ammoniaks in derAtmosphäre darf man wahrscheinlich für älter halten alsdas Dasein der organischen Wesen aus der Oberfläche derErde. Die Quellen der Kohlensäure" in dem Lustkreisesind überaus mannigfaltig. Wir nennen hier zuerst dieRespiration der Thiere, welche den ausgehauchten Kohlen-stoff aus der vegetabilischen Nahrung, wie die Vegetabilienaus dem Lustkreise, empfangen; das Innere der Erde in