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der Gegend ausgebrannter Vulkane und die Thermalquellen:die Zersetzung einer kleinen Beimischung gekohlten Wasserstoffsin der Atmosphäre durch die in der Tropengegend so vielhäufigere electrische Entladung der Wolken. Auster denStoffen, die wir so eben als der Atmosphäre in allen unszugänglichen Höhen eigenthümlich genannt haben, findensich noch zufällig, besonders dem Boden nahe, andere ihrbeigesellt, welche theilweise als Miasmen und gasför-mige Contagien auf die thierische Organisation gefahr-bringend wirken. Ihre chemische Natur ist uns bishernicht durch unmittelbare Zerlegung erwiesen; wir könnenaber durch Betrachtung der Verwesungsprvcesse, welcheperpetuirlich auf der mit Thier- und Pflanzcnstoffen be-deckten Oberfläche unseres Planeten vorgehen, wie durchCombinationen und Analogien aus dem Gebiete der Pa-thologie geleitet, auf daö Dasein solcher schädlichen ört-lichen Beimischungen schließen. Ammoniacalische und an-dere stickstoffhaltige Dämpfe, Schwefelwasserstoffsäure, jaVerbindungen, die den vielbasigcn (ternären und quater-nären) des Pflanzenreichs^ ähnlich sind, können Mias-men bilden, die unter mannigfaltiger Gestaltung (keines-weges bloß auf nassem Sumpfboden oder am Meeresstrande,wo er mit faulenden Mollusken oder mit niedrigen Gebü-schen von llhizophora mangle und Avicennien bedeckt ist)Tertiärfieber, ja Typhus erregen. Nebel, welche eineneigenthümlichen Geruch verbreiten, erinnern uns in gewissenJahreszeiten an jene zufälligen Beimischungen des unterenLuftkreises. Winde und der durch die Erwärmung desBodens erregte aufsteigende Luflstrom erheben selbst feste,aber in seinen Staub zerfallene Substanzen zu beträchtlicher