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Salmiak, und schwefelsaures Ammoniumgenannt; ein schwefelsaures Salz von gelblichgrauer undcitrongelbcr Farbe; in tropfsteinartiger Gestalt, auchals mehliger Beschlag (das durch die Kunst erzeugtegibt noch sehr dünne stäche, sechsseitige Säulen mit py-ramidalen Endspitzen); inwendig wenig glänzend; un-eben im Bruche; halbdurchsichtig; von einem anfangsscharfen, dann bittern Geschmacke. Zieht die Feuchtig-keiten aus der Luft an, und braucht zu seiner Auflösungein gleiches Gewicht siedenden Wassers, vom kalten aberdoppelt so viel. In der Hitze vcrknistert er, dann aberschmelzbar. Bestandtheile eines gereinigten nach Kirwan55,7 Schwefelsäure; -9,7 Ammonium; >»,>6 Wasser.Findet sich in den Lagunen bey Siena im Toscanischen;in der Dauphins auf dem Boden eines heißen Brunnen;bey Turin auf der Oberfläche der Erde, und sparsamin der Nachbarschaft des Aetna und einiger Vulkane.
matt, s. Glanz, äußerer.
Mäusezähne, s. Kalkstein, späthiger.
Meandrit, s. Korallenversteinerung.
Meduftnpalme, s. Pentakrinit, bey Thierpflanzen-versteinerung.
Meersal;, s. Seesalz, bey Steinsalz.
Meerschaum (kalcum plasticum , spuma maris ; ecu-ms äs mer) , im Tatarischen K i l, im Türkischen K e si-te kil genannt; von gelblichweißer sich der schnee- undröthlichweißen nähernder Farbe; bricht derb, eingesprengtund in knolligen Stücken, welche uneben und schwach-schimmernd sind; inwendig matt; im Bruche erdig vontheils grobem theils feinem Korne und zugleich ziem-lich stark abfärbend und sehr weich; auch unvollkommenumschlich im Bruche , und dabey sehr wenig abfärbendund weich; stumpfkantig in Bruchstücken; undurchsichtig;milde; leicht zersprengbar; glänzt durch den Strich; starkanhängend an der Zunge; mager; nicht kalt; leicht, aucheiniger schwimmend (nach Klaproth »,«->0, nach Große0,336). Vor dem Löthrohre wird er schwarz und mür-