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1 (1858) Biographien zur Kulturgeschichte der Schweiz. 1. Cyclus / von Rudolf Wolf
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Jakob Fast.

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angibt, daß noch mehr Reisegefährten gewesen, da es mirüberdieß verdächtig vorkam, daß aus der Rückreise in St. Gallen keine Verwandten besucht wurden, wo doch unser Fast durch Mut-ter und Stiefmutter welche haben mußte, da ich endlich auchin dem Hausbuche keine Spuren einer solchen Reise (obschonauch kein widersprechendes Datum und überhaupt keine Daten ausden betreffenden Jahren) fand, so durfte ich es nicht wagen. Dajedoch die Reise jedenfalls von einem Zürcher gemacht wurde, somag zum Schlüsse immerhin die nicht uninteressante Beschreibungder Besteigung des Vesuv folgen:

Den 11. Nov. 1711", erzählt unser ^.itoii^ruus,Saßendwir wider zu pserdt, und verreißtend von umb den Berg

Vosuvium zu Besteigen, wir Kamend in ohugefahr 2 Stunden inein zimliches Dorfs, alda wir uns Mit dem an dem Berg Vssnviowachsenden herrlichen Wein, Imollrirns genant, zimlich Ergeztend,wir Nitend darnach fort und Kamend gleich außerthalb des Torffszu einem auffgerichteten Marmorsteinernen Aonumönto, daran

wir ein Lateinische Insoription gewahrtend.Als wir näher

an den Fuß des Bergs Kamend, Sahend wir nach traurige Restenderjennigen Materien, So dieser Berg t).. 1694 zu großem Schadender umbligenden Landtschafft und derosclben Einwohneren ausge-spielt. Man Sähet nämlich ein Sehr große Menge dunkler Steinen,alda llsvs genant ligen, welche gleich einem taugstein voller Löche-ren sind, ich habe deren einiche auff dem gipfel des Bergs zu mir ge-nehmen und nach Zürrich Kommen lassen. Sie ligend sehr dick auffeinanderen, von dem gipfel des Bergs an, den ganzen Berg hinunderund nach gar weit durch das plate land hin, ligend darbet) in solcherBreite, daß man wohl Ehender von weitem vermeinen Solte manSehe einen zimlichcn fluß den Berg hinunderlauffen. Als wir undenan den Berg gekommen, so weit als wir Reiten kontend gabend wirunsere pserdt einem Einwohner dasiger Gegend zu verwahren, Rah-mend uns demnach vor den Berg zu fuß zu Besteigen, welches unsaber Sehr vil zu schaffen machte, weil wir nur in Sand und Aeschenmarschirren mußtend, wormit wir mehr als Ein Stund zu thunhattend. Wir Kamend als wir säst zu oberst auff dem Berg warend,zu dem Alten Loch, welches wir zugestopft funden. Gleich darauff