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Beschreibung der berühmten Uhr- und Kunstwerke am Altstädter Rathhause und auf der Königl. Sternwarte zu Prag ... / Anton Strnadt
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Die Geographische Uhr, verfertiget vorn ?. Klein.

Nach diesen zwey vortreflichen Uhrwerken, welche dem Namen des ?.Klein Ehre machen, verdient die von Homann erfundene, von Kleinaber ins Werk und in Gang gesezte geographische Uhr am ersten genannt zuwerden; diese bestehet an der Hauptseite in einer Uhrplatte, an welcher diegemeinen Tag- und Nachtstunden angebracht sind; diese Platte ist bis zuden Stunden hohl ausgeschnitten, und in diesem Ausschnitte ist eine email-lirte Halbkugel von 4 Zollen angebracht, die genau einpasset, und die nörd-liche Halste unsers Erdballes vorstellt, worauf die Meridianen von 5 zu 5Graden gezogen, und die Lander mit ihren Oertern aufgetragen sind *).Um diese Halbkugel sieht man den Aeguatorring, wie gewöhnlich, in dieZeit eingetheilt; nämlich: iz" auf eine Stunde. Diese Stunden aberlaufen nicht in einer Reihe von 1 bis 24; sondern von 1212 Stundenum; damit man an dem obern großen Stundenringe (der füglich den Me-ridian von Prag vorstellet) eine jede Stunde eines andern Meridians be-stimmen könne; dieser bewegliche Aequatorialring hat nebst den Zeitthei-len in Stunden, noch zwcyerley andere Unterabtheilungen, nämlich: inzwey concentrischcn Kreißen (wie schon bey dem Tychonischen Weltgebäudeerwähnt worden) sieht man in dem einen die 12 Monate in ihre Tage, undim andern die 12 Zeichen des Thierkreißes, jeden wieder in seine einge-theilet. Zwischen diesen beyden Kreißen ist ein etwas tieferer beweglicherRing mit einem Zapfen angebracht, darauf die Sonnenscheibe festgemachtwird, und die jeden Tag sowohl, als auch den ihm zukommenden Grad derO in der Eklyptik, die laufende Präger Stunde, und den Mittag in jedem

Zeit-

*) Diese emaillirte Erdhalbkugel hat der Jesuite und nachmalige Mandarin zu Pe.fing, ?. Sichelbarth, so wie jene, die zu Dreöden ist, vor seiner Abreise nachChina verfertigt.