3Z4 Ferrari.
Starke, und in Friesen, Grau in Grau, erschien erals Meister: So in verschiedenen Kirchen undPallästen, in seiner Aeneis besonders in der GalerieCarega, wo selbst die Arabesk- und Stukkatur«Arbeit, dem Ganzen entsprechend, unter seiner Lei-tung gemacht wurde. Auch kennt man einige Ge-schichtsgemälde von ihm, die er, bald nach denZeichnungen seines Vaters, bald (wie z in seinenAugustinern - Vatern in der Kirche alla Visitazione)nach eigner Erfindung verfertigte. Kurz wiedereiner von den Malern, die mehr Verdienst alsNamen hatten." Loren; starb in seiner Vater-stadt Genua , 744 -
* Ferrari, (Lucas). Das Lex. weist beydem Namen dieses Künstlers (denn es hat nocheinen andern Lucas) auf Lucas da Neggio ,unter letztrer Benennung aber wieder auf Ferrarizurück; und alle wettern Nachrichten mangeln, diewir somit nach Lanzi (II. 175.) kürzlich ergänzen.Derselbe war geb. zu Reggio 160z. oder 5. undgest zu Padua im 49. 1 . seines Alters. Zuverläßigwar er ein Schüler von Guido, in seinen Arbeitenjedoch mehr grandios als zart; so daß Scanelliz. B. das, was sich von ihm zu St. Maria dellaGhiaja in seiner Vaterstadt findet, mehr für eineNachahmung von Tiarini hielt. Mit alle demverlaugnet er in einigen seiner Köpfe und in einemgewissen anmuthigen Gebebrdenspiel seinen wahrenMeister nicht. Zu St. Anton in Padua stehet maneine Pieta von ihm, die in großem Charakter, undvon seltener Schönheit des Kolorites ist. Da, woer mehrere Figuren anzubringen hatte, wie z. B.in seiner (»6zc>.) (bey den Dominikanern, sagtLanzi, Fiorillo II. 596 hingegen In St. Augusti'n,zu Padua ) gemalten Pest, schien er minder glück-lich zu seyn; auch hatte ihm Guido in dieser Rück-sicht nicht das Muster gegeben, der seine Figureneben auch mehr zu wagen als zn zahlen gewohntwar." Auch Modena besaß in den ehemaligenWohnzimmern des Herzogs vorrrefliche Arbeitenvon ihm. Fiorillo (l. e.) der noch mehr Anderes,und namentlich auch das Lob anführt, welchesRoschl'ni in seiner Osrta sei blaveAar plttorescoihm giebt. Nach diesem wenig bekannten Künstlerführt der Winklersche Katalog ein von B- Curtiuskeck gestochenes, großes Blatt an, welches dieHerodias, der man das Haupt Johannis bringt,nicht ganz verständlich (sie ist als Königin reich be-fleißt) vorzustellen scheint.
* — — (Paul', Professor an der Kunst-Aka-demie zu Parma um 1775. Welchen KunstzweigEr selbst geübt habe, ist uns unbekannt, Tlkc.
— — (Peter), ein neuerer Maler von Parma,wo man, nebeti dem Sei. Corleone in der dortigenKapuziner-Kirche , noch andre schöne Arbeiten, anöffentlichen Oertern sowohl als bey Privaten findet.Er war ein geschickter Nachahmer der altern undneuern Parmesanischen Schule, und starb, wie esscheint ziemlich frühzeitig, in seiner Geburtsstadt1787- II. 556. Auch Er war, einer unsrer
Handschriften zufolge, um 1775. Professor an derdortigen Kunst- Akademie.
* Ferrara , (Herkules). Die Schrift U)in-kelmann und sein Jahrh. S. 200. nennt diesenKünstler (wohl mit großem Grund) nicht so fasteinen Nachahmer seines Meisters Algardi , als viel-mehr der Manier des Bernini .
* Ferrari. S- Ferau.
FerrerK, L ) ein neuerer italienischer Bild-hauer. Arbeiten von ihm sah mau auf der Aus-stellung zu Turin im I. 1305. während der dorti-gen Anwesenheit des Kaisers Napoleon . Oeff.Nachrichten.
* Ferrerrt, (Joh.Dominikus), genannt vonJmola, geb. zu Florenz 1692. Was im Lexikonvon seinen Zeichnungen für die Kupferstecher desMus. Florenrin gesagt wird, ist nämlich vonden dortigen Künstler - Bildnissen zu verstehen.
Ferri.
Neben dem hat auch I. I. Haid nach ihm dieBildnisse von A. F. Gori, und I. Lami in Schwarz-kunst geschabt, und ein Ungenannter (wie manglaubt Bartolozzi ) vier karrikaturirte Costumestücke(Harlekinaden), in Wagners Verlag, nach ihm ge-stochen, die man im winklerschen Karaloq be-schrieben findet. Lanzi (I. 259-60.) dann sprichtvon ihm, als von dem Maler, nennt ihn einenSchüler von Joseph del Sole, und einen der hetz-ten Freskomaler seiner Zeit, von dem man häufigeArbeiten sowohl in Bologna als in Toskana finde.An Geist und Phantasie seyen ihm Wenige gleich-gekommen. In Oel dann freylich sehe man ihm,in Absicht auf Eile, so wie den beßten Freskamcn,eben auch dies sein Hauptgeschäft an Indessensey sein Märtyrthum von St. Bartholomaus, inder Kirche dieses Heiligen zu Pisa , immer einschönes Gemälde Minder gelungen hingegen seinSt. Guido in der Hauptkirche, u. s- f. DieserKünstler soll Bartolozzi's erster Lehrer im Zeichnengewesen seyn.
* Ferri, (Ciro). »Niemals" (sagtFüßkil.275. mit seiner gewohnten Wahrheit unv Kürze)»hat em Schüler so ganz in allen wesentlichenTheilen die Art seines Meisters angenommen, alsCiro ^ferri sich die des perers von Corronaeigen gemacht hat; und um seinen malerischen Cha-rakter zu bestimmen, ist es hinlänglich zu sagen,daß er in der Leichtigkeit der Erfindung und Frucht-barkeit der Ideen, in der Größe und dem Reich-thum der Kompositionen, in der Zeichnung derFormen, und in der Art zu drappiren, seinemLehrer oft ganz gleich, immer aber ähnlich war;daß er solchem aber in der Leichtigkeit und Ge-wandtheit der Figuren, und in dem Reihe derFärbung weichen mußte. Die Monotonie in derHaupkform der Köpfe und in ihren Physiognomienhatte er vorzüglich mit ihm gemein." Ungefährdasselbe Urtheil, mit nicht unfeinem französischen Witz aufgestützt, fällt auch wareler von ihm:»Er war dem P. dr Corrona sehr ähnlich, odervielmehr, er glich ihm zu sehr; indessen erkenntman ihn, weil er weniger Eleganz als sein Musterhat; und so ist der Charakter, der ihn auszeichnet,ein Mangel. Man kann nicht wissen, was ausihm würde geworden seyn, wenn nicht vor ihm einCorrona gewesen wäre" Zu seinen größten Ar-beiten gehören: Die sechs von seinem Meister an-gefangenen, und von ihm vollendeten Zimmer imBallaste Pitti zu Florenz ; seine Kuppel von St.Agnese, und eine andre von St. Maria maggioredi Bergamo zu Rom , von welcher letztem C-ro inden I.ett. pittoriclie (II. Zg.> selbst bemerkt, daßman das Colorit daran getadelt habe, und daßer, bey der Gelegenheit, den (unsers Wissens nieausgefiihrten) Entschluß faßte, nach Venedig zugehn, um sich auch in diesem Theile der Kunst zuvervollkommnen. Von Stafeleygemälden führtLanzi (l. 555.^ einen St. Ambrosius, in der Kirchedieses Namens zu Rom an, von welchem er sagt:Daß keines seiner Werke so geeignet sey, ihn mitseinem Meister und den übrigen Schülern dessel-ben zu vergleichen. Nach Füßli l. c. 276-82-wären die beßten nach ihm gestochenen (und vonihm eben so, wie die Gemälde selber gewürdigten)Blatter : Jakob, welcher die Töchter des Jettsgegen die Hirten schützt, Moses der Wasser ausdem Felsen schlägt, und das Opfer der Bestattn,von P. Äquila; eine H. Familie von W. Chattau;die Kuppel von St. Agnese von Dorigny (vonwelcher Füßli bedauert, daß dieser die Mühe einerso großen und unbequemen Arbeit nicht lieber ausein Werk von Raphael verwandt habe); eine H-Familie von Farjat; Coriolan der seine Freum-zurückweist, von Carl de la Haye sehr geschman-voll geätzt, und eine Beschneidung im Tempel/von Spierre. Diesen fügt Warelcr überhauptdasjenige was letztrer, und dann, was Bloemaennach Ciro gearbeitet hat, bey; welchem auch derMinklersche Katalog beypflichtet, und an die 50-Blätter nach ihm sehr unterrichtend beurtheilt»unter welchen er namentlich (nebst einigen der vor-