Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
737
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Luc ölte.

Dmder/ alle drey, geschickte Bildhauer waren.Ersteres vermuthen auch die Hainburg . Aünstler-Nachrichten E. 2«?. daß nämlich ein dort ge-nannter Lücke (den sie einen braven Bildhauer,besonders in kleinen Sachen heissen, der sich zuAnfange des XVIII. Jahrh, lange in Hamburg aufgehalten, wo man noch Vieles von seinen inElfenbein geschnittenen, und in Thon boffirtcnArbeiten sehe) mit dem Dresdner LudwigLuck(wir dächten aber eher mit dem I. L. L. Luckdes Lex.) Eine Person sey. Mit diesem Art.den wir übrigens für sehr unvollkommen halten,fallen nun aber immerhin diejenigen von LudwigLuik und Luck des Lex. weg.

Lucorre ( ), ein Baumeister, und

poirarou, ein Maler, errichteten 1762. unterdem Schutze des Marquis von Marigny eineKunstschule zu Paris , worinn die Jugend gratisin der Ban- und Zeichenkunst, so wie auch in derMathematik unterwiesen wird.

* Ludano, s. Lugano .

Ludden (I. D ). So heißt irgendwo, ohneWeiteres, ein Maler, nach welchem WortmannBildnisse gestochen habe. S. unten DavidLuders.

Ludeque (Diego da). Und so Fiorillo IV.189. einen spanischen Glasmaler des X VII Jahrh,in Königliche» Diensten, der sich aber mehr damitbeschäftigt habe, alte zerbrochene Fenster zu repa-riern, als neue zu malen.

* Luderitz , s. Lurer.

* Luders (Christian Friedrich), der Stahl-schneider, lebte noch in hohem Alter 17/^1.

oder Luders (David), ein geschick-ter Bildnisse - und Gcschicbtsmalcr aus Nieder-sachsen, andre sagen zu Stockholm . Derselbearbeitete um 17/,2. zu Florenz und Livorno , woer eine Menge Bildnisse verfertigte, worunter derMarchese Andreas Gerini und der Baron Philippvon S losch als berühmte Kunstkenner genanntwerden. L'sLLr 1 ". II. U. 2. p. 20. Späterhinmalte er zu London die gcsammke Familie desRussischen Gesandten, Grafen Tschernischef, aufeine große Tafel in gutem Geschmack, und gieng1757. mit diesem Herrn nach St- Petersburg ,wo er aber neben Rotari und Tocquö nicht auf-kommen mochte. Er kehrte daher nach Jahresfristwieder in sein Vaterland zurück. Nach ihm hatI. M. Ardell das Bildniß des Prinzen Georg vonWales in Schwarzkunst geschabt, C. Fritsch das-jenige des Eyndiks Richey von Hamburg , undWortmann dreye, Peter II. ^ von Rußland , desGroßfürsten Alex. Petrowitz, und Franz. Ant. vonSpark gestochen; so daß er vielleicht mit obigem

I. D. Luddeu Derselbe, und letztrer ein bloßesErratum von so vielen Tausenden in derKunstgeschichte seyn dürfte. S. unken auchLuders.

(Hermann). So heißt irgendwo einMünzmeister der Stadt Hamburg um 1880. derwohl mir obigem Christian Friedrich des Lex.vielleicht auch mit David in Verwandtschaft ste-hen möchte.

* Lud ins. Ob dieser antike Künstler inwirklicher Encaustik gearbeitet, oder nur einenFirniß erfunden habe, s. Fiorillo's A. H.

II. 127.

Ludke ( ). So heißt irgendwo, ganz

ohne Weiteres, ein Landschaftsmaler und Professorzu Berlin , welcher in Italien studirt habe.

Ludolff (H.). Und so ein wahrscheinlichbloßer Kunstdilettanke, der die Stadt Sitten inWallis zu Merlans Topographie gezeichnet hatte.

Ludovici (Friedr.), ein Goldschmied vonHandwerk, von uns unbekannter Herkunft, baute

Lüdke. 7Z7

die berühmte Abtei) Mafre (das Escurial vonPortugal !) unter König Johann V. nach einemaus Italien erhaltenen Plane,mit eben so vielGeschmack als Pracht", sagt der Verfasser desNabloau cl«-wunne, da hingegen Murphy.der neueste Rcisebcschrciber von Porkugall, nutzselbst ein Baumeister, von unserm Ludovici ur-theilt: »Daß er weder Genie zum Erfinden, nochdie Hand zum Ausführe» einer bloßen Bauern-hütte, geschweige eines Tempels oder Pallasisbesessen habe."

(Johann Friederich), s. Loudovigi.

Ludwig (Carl August ). So nennt derWinklersche Katalog einen uns sonst unbekanntenZeichner und Stecher mit der Nadel und in Farben,gebürtig von Leipzig , welcher einige Jahre QesersSchule besucht habe. Von demselben wird dortangeführt: Eine Gegend am Rhein , nach Brink-mann (sein erster Versuch); 6. Karakterköpfe;zwey Landschaften nach Kobell und Zingg, undeine Ansicht des Schlosses Plessen, nach seinereigenen Zeichnung (dieses gefärbt).

Dauphin, Sohn König Ludwigs XI V.von Frankreich (st. ,71,). Nach //. s. v. Dan^/rr»soll derselbe in 1677. eine Aussicht des SchlossesSt. Gcrmain cn Laye in Kupfer geatzt haben.

( ), ein junger deutscher Maler.

Auf der Berliner-Kunstausstellung v. I 1804.sah man von ihm die eckelhafte Vorstellung einesJudas Jschariolh, im Begriffe sich zu erdrosseln,von der man jedoch die Ausführung rühmte.

ck ( ). So hieß ein deutscher Zeich-

ner, »ach welchem in 1800. zu Meisten: NeuesZeichen - und Srickerbuch, in 16. Bupferra-feln, mir feinen nach der rssarur ausgemal-ten Blumen. Erste Sammlung, erschien,welche in den Deutschen Runstbl. III. 888g. so ziemlich gerühmt wurden.

Lücker (Carl de). So heißt bey kJorbnagelN°. 189. ohne Weiteres, ein Maler von Früchten,todten Vögeln u. s. f.

Lüders (David), s. Luders.

( ), ein sehr geschickter Bildniß-

maler, geb. zu Hamburg um 1780. lernte Anfangsbey einem gewissen Psyffcr, gieng nachher aufReisen, setzte umcr le Moine die Kunst weiterfort, und kam nachher wieder nach Hamburg .Die Stellungen seiner Objekte waren wohl gewählt,die Zeichnung aber sehr manierirk. Er colorirkegut, und trug die Farben meisterhaft auf. Mankennt auch von ibm Familienstücke. Hamburg .Lünstlernachr. S, 2627. wo gezweifelt wird,ob er nicht mit Dav. Luders, von dem schonder gedruckte Anhang zum Lex. ein von Ardellgeschabtes Bildniß anführt, Derselbe seyn möchte,was indessen nicht der Fall seyn kann, wenn obigesDatum der Geburt von Luders, und DavidLuders Aufenthalt zu Florenz ,7^2. (nach l)a;;i)beyde richtig seyn sollten.

( ), ein wahrscheinlich lebender

Zimmermeister in Leipzig , von dem uns aber nichtsweiter bekannt ist, als daß nach ihm ein Tempelder vier Jahrszeiten im XIAV. Heft des Ideen-Magazins für (Hurseigenrchumer und Garcen-liebdalier (i8uN) abgebildet erscheint.

Lüdke oder Lütke ( ), Professor und

Landschaftsmaler zu Berlin . Während seines Auf-enthalts zu Rvm entwarf derselbe, von der VillaMillini aus, eine Zeichnung dieser Stadt. Italien u. Deursclilantl ll. 5 j. Aus der Kunstausstellung zuBerlin von, J.1801. sah man von ihm, neben Anderm,ein Oelgenialde, welches die Mühle zu Glienikebey Potsdam vorstellte, und erst jüngsthinochauf derjenigen von ,8,>8. vier Landschaften (einedeutsch ?, zwey italienische, und eine holländischesdie wegen ihrer hohen Charakterwahrheit allgemeinBb bb ö