Band 
Zweyter Theil [2].
Seite
912
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YIS Morellitti.

Morellitti (Lucas). Dieser Name wirdirgendwo, ganz ohne Weiteres, als derjenige einesKünstlers genannt.

* Morellon de la Lave (Franz). Hei-necke «Oictionn. 8. V. lVIorillon lle /« Oars) nenntihn einen Schüler von Picart, der Vieles unterdessen Aufsicht und für Buchhändler gearbeitet habe,und kennt von ihm, ohne Namen des Malers, dieBildnisse Machiavell's und des Tonkünstlers A.Vivaldi (172).). Mehreres enthalt ein Verzeichnigmeines sei. Vaters; wie z. B. Alexander und Roxanenach Coypel; das Findelhaus und die Parlaments-wavl, nach Hogarth; I. Lock's Bildniß nach Kneller(ixZ^.), u. s. f.

* Morenello, s. Mormello.

* Moreno oder Morero (Joseph). NachFiorillo (I V. 202.) genauer geb. zu Burgos 1042.und gest. 1674. hielt sich eine Weile zu Madrid auf.Seine Arbeiten sind selbst in Spanien äusserst selten.

* (Loren;). Sopran, nennt ihn kurzeinen guten Freskanken.

* Mores« ni (Simon), s. Lornari in dengegenwärtigen Zusätzen.

Morer (I. D.), ein französischer Kupfer-stecher, gab im I. « 8 o 5 . ein Bildniß des KaisersNapoleon im großen Costum, in gefärbter Tusch-manier. Fern//. p«b/. S. unten auch Morerre.

Moreta (Johann Lesto de). Einen solchennennt FlorlUo t V. « 58 . unter denjenigen talent-vollen spanischen Künstlern des XVI. Jahrhundertswelche zahlreiche göldene und silberne Arbeiten vonJntaglio's, Münzen, Steinpeln und kunstreichgeschnittenen Juwelen hinterlassen haben.

Morere( ). So nennt der Katalog vonBrandes, unter der französischen Schule, einenuns sonst unbekannten Künstler, nach welchem I.Couchs te Retour llu 6-te gestochen, und eben-derselbe : n'aurai man etrilie geätzt und Michelvollendet habe.

* Morerh oder Morerre ( ). So

heißt irgendwo, ohne Weiteres, ein Landschafts-maler, der um 1770. in Wasserfarben gearbeitethabe. Ob er etwa zu einem der nachfolgendenKünstlergeschlechte der Morerr« oder Morerrogehören, und vielleicht mir dem gleich folgendenAlex. Morerr«, oder dem Joseph Morerro ,Eine Perlon seyn dürfte?

* Morero, s. Morerro.

Morerre (A,). So heißt in der Bibi d. red.u. bild. Rünste III- «. 8. ein neuerer Künstler, vondem dort zwey Blätter: Die Bäder Cäsars in Ca-labrien, und der Sonnentempel zu Palinyra, mitDeckfarben vortreflich ausgemalt, angeführt wer,den; wovon jedes «8. st. kostete. Wohl zuverläßigmit einem der oben und unten angeführten KünstlerMorerh, Morerr« oder Morerro (mit dem er-ster««, und vollends offenbar mit Alexander Mo-rerri?) Eine Person.

( ). Und so in Meusels

Archiv I. 2.178. in einer Ankündigung von Kupfer-stichen im Walrherschen Verlage zu Dresden (1804) ein Künstler, nach welchem Mosquetti dasBildniß des ersten Consuls Bonaparte, der Frank­ reich den Frieden giebt, (gr. 4 ^- Paris «. Lh.) ge-stochen habe. S. oben I. B Morer; und dürftehier oder dort wohl eine Namens-Verwechselungseyn.

Morerr« (Alexander), ein römischer Bau-meister; lernte bey seinem Oheim, Ludwig Van-vitelli, und bey I. P. Pannini. In 1784. gab erdie berühmtesten Ruinen und alte Denkmäler vonItalien , Griechenland u. s. f. in « 25 . colorirtcnBlattern aus Licht, wovon man einen gedrucktenKatalog hat. Nach ihm kennt man auch

Morgenstern.

schöne Blätter von Th. Prestel; wie j B. dieRuinen des Theaters von Porstiim, einen Apolls-Tempel in Griechenland , das Cäsarsbad in Cala-brien, und den Sonnentempel zu Palinyra, wovonjedes «8. ß. kostete. S. oben Morerre.

* Morerr« (Christoph). Anstatt dieses Art.im Lex. l. bloß: S. den Art. G»l. RiveUo.

* (Joseph Maria), der Formschneider.Von ihm kennt man z. B- Bildnisse der Ferraresi-schen Maler; Blatter von de» Marmorn für Mal-vasia's Felsina; andre »ach Zeichnungen vonM. Oddi, u. s. f. Dann wollte er sich auch mitErneuerung der alten Kunst, mit drey Stöcken zuarbeiten, abgeben, was ihin aber nie recht gelang.Für sich selbst war er ein schlechter Zeichner: gut Ge-zeichnetes indessen gab er getreu wieder.

* Morerro (Joseph), ein Maler, von demuns aber nichts weiter bekannt ist, als daß derselbebey Pomponius Amalteo, seinem Schwiegervater,gelernt habe. Hkc.

* (Niclaus), von Padua . Lanz« II.08. sagt, daß er in den Malerstatnkeu seiner Vater-stadt Mireri heiße, und setzt dann die Zeit, auswelcher man Arbeiten von ihm kenne, ganz andersals das Lexikon, zwischen «',22. und «44«. an.In solchem Fall müßte er ein Schüler ober, wieLanz« meyn«, ein Gehülfe von Jacob Bellino,wofern hingegen seine im Lex. angegebene Blüthe-zeit « 5 oo. die richtige ist, von Johann Bellini ge-wesen seyn.

Morey ( ), ein spanischer Maler des

XVII. Jahrhunderts, gebürtig aus der InselMallorca . Von ihm kennt man ei» in der KircheEulelia (wo?) auf eine große Leinwand, die in derCharwochc gebraucht, und Velum I'empst genanntwird, gemaltes Grab Christi, ^«orillo IV. 292.

Morf (Johann Caspar), Kupferstecher, ge-bürtig von Zürich in der Schweiz Von ihm kenntman, neben Anderin, die Bildnisse des AntistesKlinglers von dort, nach I. G. Rubli; dann desBündtnerr Geschichtschreibers Sprechers, und derAerzte R. Morton's und P. Dionis, alle dreyohne Namen des Malers, und lctzkres von 1694.daeirt.

Morgan ( ). So Wird im -Umarme!«

«Ie8 steaux-Hrcs von 1802. ohne Weiteres, eindamals in Paris lebender Künstler, unter derRubrik der ^culpteurs clits practiciens genannt.

Morgens ( ). Nach einem uns sonst

ganz unbekannten Künstler dieses Namens hat R.Houston das Bildniß des Herzogs Ferdinand von Braunschweig , und I. E. Nilson dasjenige vonLudwig XV. gestochen.

Morgenstern (JohannFriedrich), Kupfer-stecher zu Frankfurt am Mayn, deö NachfolgendenSohn, studirte 1798. (dainalS noch als Maler) zuDresden die dortigen Kunstschatze. S. Dresd.Renntniß s. Häuser. Um «80h gab er Commen-eemenr ct'une Lollectini« c1'b)8l:umpe8 ^rsveesa l'esu-lorte ü'apres cieg tablesux ori^insux 6eAea» 6r. in- Iol. ( 5 . Dl. darunter das

Bildniß von Roos), die zusammen st. 7. kr. 20.kosteten; wovon es in der Bibl. d. red. u. bild-Bünste III.«. 52. heißt:Der unermüdeke Fleißdes Künstlers, und die Erwartung, wozu dieseBlätter berechtigen, läßt hoffen, daß die Liebhaberdiesen noch jungen Künstler, Sohn eines berühmtenVaters, unterstützen und aufmuntern werden." ImTüb. Morgenbl. «807. S- 72. wird er wiederunter die Maler von Frankfurt gezählt.

* ( Johann Lucas). Sein wahrer Lauf-name ist Johann Ludwig Ernst , geb. zu Rudel-stadt 1728. Sein Vater war ein Bildnißmaler.Er selbst zeichnete frühe nach Blättern von Rugen -das, und fieng dann an, in eigenem, selbst gewähl-tem Cviorit zu malen, so gut er mochte. Später,