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Scorza.
mens bat D. Custos das Bildniß kinss Throlo-'gen, I. Nunlichs gestochen.
* Scorza (Joh. Baptist). Was es auch mitder Bemerkung des Lex. daß derselbe mit I. B-Lastelli Eine Person seyn möchte, für eine Be-«vandtni'ß habe» mag, so heißt es bey FiorilloIV. 91. daß derselbe vorzüglich Thiere und Pflan-zen mit unnachahmlicher Schönheit vorzustellenwußte.
. * -7 — (Sinibald). Er st. zu Genua , undliegt in der Kirche St. Francesco daselbst begra-ben. Derselbe war der erste Künstler aus derGenuesischen Schule, der sich als Landschafterauszeichnete, und seine westlichen Bilder mit gra-ziöftn Figuren und Thieren in Berghems Stylflaffirte, und in dieser Rücksicht wohl bester, alskein anderer welscher Maler, den FlämmischenStyl mit dem Italienischen zu einigen, oder viel-mehr den erstern zu veredeln wußte. So sahLanzi z. B. von ihm ein Viehstück im Hause C.Cambiaso, wo das Vieh völlig Berghems gliech ,die menschlichen Figuren aber des letzter» seineübertrafen. Häufig dann bestanden seine Staffa-gen in geistlichen Geschichten, oder Fabeln ausder Mythologie. Bekanntlich malte er auch inMiniatur. Indessen sind wahrhaftig auch seineArbeiten in Del, ihres ungemeinen Fleißes wegen,Miniaturen zu nennen. Von seinem Exilium nachRom zog er vielen Nutzen; daher seine späternWerke, in Absicht auf Erfindung und Ideen -Reichthum den frühern noch vorzuziehen sind.
b.ll, tarix. V. 333 — 34 > Indes Eaval.Marini's Briefen, so wie in dessen Galerie findetman (so wie von mehr andern Künstlern, die sei-ner Kennerschaft huldigten) manches pompöse Lobvon ihm. In der Sammlung des Palais RoyalMb man einst 11. Landschaften von seiner Hand.Gestochen nach ihm hat I. B. Racine: llepos siez0 kss 86 urs, und: le IVlnrcüe. Von ihm selbstgeetzt kennen wir, nach eigner Erfindung, einenHirten, der auf der Flöte bläst. Viel Andresssatte er noch im Sinn, was bereits in zwey Bü-chelgen von ihm gezeichnet war (wie;. B. mehrereFabeln, Volkslustbarkciten, Thiere, Geflügel,aller Gattung Capricci u. s. f.) als ihn ein hitzi-ges Fieber in wenig Tagen dahin riß. Larrcie/-/mi. Auch dieser sagt, daß seine Zeichnungennach Dürers Blattern selbst Kenner würden ge-tauscht haben, wenn er nicht die Jahrszahl aufalle solche Arbeiten gesetzt hätte.
* Sc 0 rzini (Peter). Auch Lanzi (Lsi. terr.1 . 292.) weiß nichts Mehreres von ihm, als daßer in Bologna studirt, und für mehrere Theaterbeyfallswürdig gearbeitet habe. Da er ihn nebenden oben angeführten Barkholm. Eanti stellt, soscheint auch er im XVIII. Jahrhundert geblühetzu haben.
Scott (Gotthard), ein Maler in Deltlin,vermuthlich von Mantello gebürtig; blühete umi 45 v. Aus einer auf Holz gemalten Tafel in derMarienkirche zu Mazzo sieht man, daß er einerder beßttn Künstler seines Zeitalters gewesen seynmag. lll. 5io.
* Scorin (Gerard), geboren zu Gonesse beyParis 1646. s. k>. 164s. Sein Grabstichel hatviele Nettigkeit, aber freylich nicht das Markigtedesjenigen seines Lehrers Poiüy. Auch tadelt mandie unrichtige Zeichnung seiner Figuren. RostVII. 34 o. Dort werden von ihm angeführt:Darstellung im Tempel nach le Drun (was auchG- Audran gestochen); das Landleben (der pflü-gende Adam) nach Fett (für's Cabinet Crozat);Nonumentum wsrmoreum (Oliv. et l_uäov.)Oasteiiauorum . nach Girardon (1696.); die Be-
Scotiii.
schneidung, und die Taufe Christi, beyde nachMignard; die Derlöbniß von St. Catharina (1679.)nach A.Veronese, (für's Oalimet<l u stazO; Magda-lena, welche die Communion der Engel empfangt,nach Zampieri Eine Menge Anderes noch fin-det sich von ihm in einem Verzeichniße meines sei.Vaters, besonders Mehreres von Bncherverzie-rungen, nach G. le Clerc, u. a. Eine schlechteTitel-Vignette (i/i 5 .) tragt die Bezeichnung:6er. §cotm Missor so. ?SN8Ü8. In einer Samm-lung von Königl Lustschloßern um Paris , welchede Mortain 1716. nacy der Zeichnung von F. dela Monce und Girard gab, findet sich der Latonen-Drunn ebenfalls mit: 6. §cotm l'ainö bezeichnet.
* Scorin (Johann Baptist), der im Lex. un-ter dem Art. Gerard « erscheint. Derselbe kannnicht, wie dort geglaubt wird, ein Sohn desnachfolgenden Ludw. Gerards, wohl allenfallsdes obigen Gerards gewesen seyn; wenn es an-ders seine Richtigkeit hat, was wir irgendwofinden, daß er 1707. ein Blatt: ls Hpkers mo-bile selon Vopernie, nach B. Picart's Zeichnunggestochen habe. Rost kennt chn nicht; wohl aberGandeklini. Auch glauben wir nicht mit demLex. daß er, sondern der nachfolgende es sey, dernach Watteau arbeitete; und eben so denken wir,daß Heinecke sich irre, wenn er den nuirigenzu denjenigen zählt, welche fürs Kabinet Crozatgestochen daben. Hingegen vermuthen wir, daßihm die Menge Blatter gebühren, welche einesunsrer Verzeichnisse einem Scorin, nach Berain,Chaufourier, Courtonne, DcsmaretS, F. S. dela Monce u. a. Künstlern aus den ersten Dezen-nien des XVIII. Jahrhunderts zuschreibt, wovondie meisten allerley Ansichten von Paris , Kir-chenspaccaten, Mausoleen, Festivitäten u. drgk.zum Gegenstand haben, und wahrscheinlich zuverschiedenen geschichtliche» Werken genannter Zeitgehören; so daß wir auch zweifeln, ob eine An-sicht der Cathevrale von Rheims, welche in un-sern Zusätzen <8. v. Genrillastre) einem G- Sca-nn zugeeignet wird, nicht vielmehr dem unsrigenzu vindiciren sey; und eben so eine Ansicht vonCoutray, mit dem Marsch einer Armee, »ach F.Baudoin, welche sonst das Lex. nach Gandeklinidem Gerard giebt. Sicher mit A. Zcott»,so. bezeichnet, ist ein Blatt: la Oolonneso Verssillss, das sich in der im obigen Art. vonGer. Scorin erwähnter Sammlung von Lust-schlößern befindet. *)
* Scorin (Lud. Gerard, auch bloß Gerard),derjenige, welcher im Lex. unter dem Art. Ge-rard, als ein Künstler gleichen Namens im XVIII.Jahrhunderts erscheint, Kupferstecher und Etzer,geboren zu Paris ibgo. und blühend zu London 17Z0— 45 . Derselbe war, wie man glaubt, desältern Gerards Neffe, und lernte das Zeichnenund Stechen in Frankreich . Von da ging er nachEngland, wo er lange Zeit für die Buchhändlerarbeitete. Er war (sagt I. Srrurr) ein fleißi-ger Mann; aber seine Blatter geben eben keinenhohen Begriff von seinem Geschmacke. An mei-sten noch werden von ihm geschätzt: Belisar (clateobcrlum) nach einem Gemälde von van Dyck zuChiswick . Dann: Vortigrem und Ravenna ausder Geschichte der Eroberung Englands durch Cä-sar, und Alfred, der auf der Insel Athelney dieKunde von der Dänischen Niederlage erhält, beydenach N. Blackeney. In 1745. gab er, gemein-schaftlich mit Baron und Ravenet, die Heyrathnach der Mode, nach Hogarth ( 6 . Bl.). Fernernach Boucher: Die Geburt des Adonis, dessel-ben Tod; Notre Dame des Victoires, und einhistorirtes Blakt mit den Bildnissen des PrinzenEugen und des Herzogen von Marlbvrough. Basanführt von ihm, im Allgemeinen, Verschiedenes
2 ) Noch findet man in der Sammlung von Festivitäten, die bev Gelegenheit der Vermählung des Polnisch-Säch-sischen Prinzen Friedrich Augusts mit der Kaiserlichen Prinreßin Maria Joseph« in >7-9. gehalten wurden,zum Theil nach der Zeichnung des Baron R. le Plat, einige Folioblätter von einem Gerard Scotin, unddann von einem L.j. k. (vielleicht Gerard Joh. Baptist) Scotin gestochen.