>853 Thiele.
* Thiele (I. A.), welcher lm Lex. amSchlüsse des Art. von Ioh. Alexander erscheint.Derselbe hieß Ioh. Andreas, und war um 1674.Hofmaler zn Stuttgard. Der Katalog vonAaignon Dijonval halt ihn für den Vater desObigen, und setzt seine Geburt zu Erfurt umi6§o. an. In der Schrift: Vorstellung Stritt-gardischer jüngstgehalrener Hochfkrstl. wursremberg-Hessischer Heimführungs -Begang-niß. Snittgard gedruckt und verlegt durch I. w-Rößlin MOLHXXV. Fol. hat er folgende Bild-nisse der Herzoglich Würkembergischen Familie ge-zeichnet : Herzog Eberhard lll., Herzog Wilhelm Ludwig und Herzogin Magdal. Sybilla, welchedrey Bildnisse B. Kilian 16 / 4 -, so wie (heißt esirgendwo) den Herzog Wilhelm Ludwig auch imSarge stach; eine feyerliche Prozession in querFol. ohne Namen des Etzers, bloß mit demExcud. des Verlegers Rößlin; eine dergleichengroß qu. Fol. von I. Frank radirt; endlich daszu Stuttgard 1674. gegebne Feuerwerk von G.A. Wolfgang in Fol. gestochen. Er schreibt sichübrigens auf keinem dieser Blätter Thiele, son-dern Tile und auch Tille. Anderwärts benenntman noch nach ihm, von Barkh. Kilian gestochen,die Prinzessin Maria Dorothea von Würtembergund dann den Leichnam eines unbekannten Fürstenauf dem Paradebette, dies gr. qu. Fol. (wohldas obcngenannte Blatt mit Herzog W. Ludwig);von Phil. Kilian 1070. dagegen die PrinzessinAnna Catharina von Würtemberg.
— — (Johann Christoph), ein Bildhauer
zu Meisten in Sachsen i7»Z. Das jetzt lebendeMeisten. Dresden 1700. 12°.
* — — (Johann Friedrich Alexander, ge-
wöhnlich Alexander, auch Friedrich Alexander),Sohn von Johann Alexander, der im Lex. un-ter dem Art. seines Vaters erscheint, geb. zuDresden 1747. Schüler von Hukin und von Pros.Rosa zu Wien . In 1798. ward er als Zeichen-meister bey der Pvlizeyschule zu Dresden und In-spektor bey der Akademie der Künste angestellt.St. i 8 c> 3 . (Andere nennen ihn, mit gleichem To-desjahr, 53. alt). Weder als Maler, ,noch alsZeichner und Kupferetzer erhob er sich über daSMittelmäßige, und kam somit weder in diesemnoch in jenem seinem Vater nahe. Wohl ist erdaher derjenige, von dem es in den deutschen Lunstblärrern II. 2. Zi. heißt: Daß er auf demDresdner -Salon 1800. eine Landschaft in Oel (Parthie des Schonergrundes) ausgestellt habe,„die in de» That nicht ohne Verdienst sey, undsich von den übrigen Landschaften dieses Künst-lers auszeichne". Von Etzarbeiten kennt man vonihm, neben dem oben Angeführten nach seinemVater, 4. Dl. Landschaften nach I. G. Wagner;dann 12. nach eigener Erfindung, Gegenden umDresden mit Figuren und Vieh staffirt 0773 . u.74.) im Verlage von C. A. Großmann zu Augs burg ; ein Bildniß von Duonaparte, nach Herr-hahn , u. s. f. M-rt/e-'. Meusel
Arch. I. (2.) 167. Dresd . ;. Rennrn. s. Häu-ser. -l-Lc. S- auch gleich unten T. Thiele.
Thiels.
Thiele (T.). In Adelungs verxeich-niße der Landkarten und typogr. Blatter Sachsens finden wir, durch einen solchen gefer-tigt , mehrere kolorirte Zeichnungen angeführt.So das Schloß Schönburg bey Naumburg S.228.; die Ruinen des Kreuzganges zu Oybin inder Lausitz , dieses 1794. gezeichnet S. 5 c» 6 . u. s. f.Wir vermuthen aber, daß T. Thiele nur einverdorbener Name des obigen Ioh. /rred. Ale-xander Thiele sey.
— — ( ), ein Kupferstecher vermuth-lich zu Copenhagen, wohl offenbar mit obigemIoh. Hermann Thiele derselbe. Einige radirkeBlätter von ihm finden sich in: Scripts socie-tatis blasuiensis. klaslnse 0745—46- ll. Vol. 4 °-
— — ( ) Schüler der Zeichenschule zuMeisten, und jetzt Maler an dortiger Porzellan-fabrik , Sohn von Tarl Gottlob und Brudervon Tarl Heinrich. Auf den Kunstausstellungenzu Dresden sah man von ihm i 8 o 5 . ein Blumen-stück nach Arnhold; 1808. ein getuschtes Jagd-stück; 1810. Danae nach Tittan in Sepia, undein Mädchen, das einen Brief liest, nach Pesne ;i8n. einen Eremit nach Gerb. Dow bunt gezeich-net. Mrc.
Thielemann (Carl Benjamin), ein Blu-menmaler und Zeichenmeistcr, auch für Sticker,zuDresden, seinem Geburthsorte 1812. Von 1799.bis 1804. hatte er daselbst bey Fechhelm gelernt.
— — (Johann Friedrich Alexander), Land-schaftsmaler und Musterzeichner zu Dresden .Wenn wir nicht irren, so st. er hier 1812., undwäre der Vater von Earl Benjamin gewesen.
— — (I- G.), ein Tischler, und seit un-gefähr i 8 o 3 . akademischer Künstler zu Berlin ,was mithin seine Geschickiichkeit bewahren muß.Er selbst betitelt sich 1809.: Akademischer Künstlerund Unternehmer einer Manufaktur von Möbelnaus inländischen Hölzern.
— — (Johann Michael). Ein solcher warfürstlich Schwarzburgischer Hofmaler und auchNathsverwandter zu Arnstadt , und lebte zu An-fange des XVlII. Jahrhunderts. Gorhaisch.Rirch - u. Schrilstaar Th. ll. Stück 5 . S. 8g.
Thielen (Daniel), s. unten Thuelens.
* — — (Ioh. Philipp van). In deutschen
Gallerien nennt man von ihm, in derjenigen zuWien : Ein Blumenstück, und in dessen Mitteeine Madonna mit dem Kinde, Grau in Grauund mit einem Blumenkranz umwunden, mit desKünstlers Namen und der Jahrszahl 1648. be-zeichnet 4 ^ 7 " hoch, 3 ^ 5 " br. auf Leinwand;dann etwas uns Unbekanntes in derjenigen zuSchleisheim.
Thieler ( ). Einen solchen nennt das
Hof - und Staats - Handbuch des Königreichs Westphalen auf 1811. als Distriklsbaumeister zuHildesheim .
— — (Johann Hermann), ein Kupferste-
cher, oder doch Kunstverleger, zu Kopenhagen um 1735. Mit seinem Namen bezeichnet, kenntman z. B. die Abbildung des zwischen i/ 3 o. u.40. erbauten Residenzschlosscs Chrisiiansberg;bann die Bildnisse Christian lV. und des rcfor-mirten Pfarrers zu Kopenhagen , C.^J. Kerstings.Auch in dem Königl, Dänischen Münzwerke findetman Vieles von seiner Hand. Noch hat er zudes P. Horrebsvius ^strouomim, denKovcnhager Astronomischen Thurm sehr mittel-mäßig gestochen. Xunstkistorie ! Danmark skVVUnvvick: 8^. Xiobenbave 811. S. iji. SeineBlatter sind meist bloß mit I. H. bezeichnet. M-c.S. auch gleich unten noch einen Thiele ohneTaufnamen, und wahrscheinlich mit dem Unsrjgenderselbe.
* Tbielle ( ), unrichtige Benennung von
Johann Alexander Thiele auf einem Blatte vonLardieu.
Thiels (Christian), ein Formschneider zu Ko penhagen . Er fertigte 172t. ein Gedicht auf denErbprinz Christian I V. und die Ankunft der So phia Magdalena zu Kopenhagen , was er mitnicht schlechten Stöcken von seiner Hand ver-zierte. XunstÜLZtorie 1 Oanmarlc »5 VVeiuvvlcb.1811. 8°. S. 126.
— — (Johann Gerhard Wilhelm) Maler
zu Hannover , geb. daselbst 1735., lernte bey sei-nem Vater Just Anton. Der Minister von Har-denberg schickte ihn 1767. auf die Akademie nachKopenhagen , wo er fleißig nach dem Leben zeich-nete, und schon in den zwey ersten Jahren Preise