»866 Thornassin.
gen; nach Peruzzi Apoll unter dem Chor der tanzen-den Musen ; nach Pipi die H. Familie im PallasiePitli; nach Pocetti die Hölle von Danke (4 Dl.); nachPomerancio eine Marter von St. Stephan; nachda Ponte eine H. Familie (/nßli 1 . c. 8,.);nach Ricci einen Lucifers Fall (großes Blatt vony. Bogen); nach Salimbene eine Geburt; nachSalviati die Taufe Christi; nach del Sans Sl.Philipp Benizzi's Leichnam, der ein Kind durchBerührung von Todten auferweckt, ausdemSer-vitenkloster der Nunziata zu Florenz ; nach Tem-pesta St. Pauli Bekehrung; nach Vanni ein jüng-stes Gericht, St. Catharina, welcher Jesus einneues Herz giebt, und Maria, wieder mit St.Catharina, die das Kind liebkost. (Füßli I.bg—6c>. nennt die beyden letzter,, schön und mei-sterhaft); nach Vasari eine Allegorie auf die Er-lösung (Maria bittet für die an den verbotenenBaum angebundenen Patriarchen!); nach F.Zucchero eine Anbetung der Könige, eine Fluchtin Egypten, und den Sohn der Wittwe zuNain, das auch Füstli I. 228. nennt; nach L.Zucchero die Hochzeit zu Cana, und eine (sehrschöne) Himmelfahrt Maria; nachZucchi die Mar-ter St. Johanns i», siedenden Oel, und Eala-rhea auf den Wassern. Hicuächst 52 . (a. h. 62.)Römische Statuen, in Roßi's Verlag, Octav-blättchen, was unter dem Kleinern zu seinemDeßten gehört. Endlich wenige Bildnisse, wie z.B- diejenigen Philipp Emanuels von Lothringen ,Herzogs von Mercocur, und Alphonscns von Wia-nacourt, Großmeisters von Mallha. Noch nenntder einzige Gandellim, als von unsers Künst-lers eigener Erfindung, mancherlei. So z. B.die furchtbaren Anzeichen des letzten Gerichts,am Himmel, zu Land und auf dem Meere (8. Bl.);die sieben Werke der Barmherzigkeit; den Juden-rath, Christum zum Tod zu verurtheilen ( 3 . Bl.);die HH. Jungfrauen in einem Octavbüchlein vonsi. Bl. Ebenfalls Gandellini zufolge, sollPhilipp auch, zum Zeitvertrieb, kleine Statüenin Gyps geformt haben. Für ihn ist es schließ-lich kein kleiner Ruhm, daß er ein Lehrer vonCallot war.
* Tbomassin (Simon), desobigen HeinrichSimons Vater, geb. zu Trojcs 1628. u. gest.zu Paris 1722 *). Nachdem er die Anfangsgründeseiner Kunst in seinem Geburtsort erlernt hatte,kam er, sich zu vervollkommnen', nach Paris .Sein Grabstichel hat Richtigkeit und viel Nettig-keit. Er ward zum Mitglicde der Königl. Aka-demie der Malcrey aufgenommen, und erhielt denTitel: Kupferstecher des Königes. Derselbe hatmit gleichem Erfolg Bildnisse und Geschichte ge-stochen : Nach L. Baldi, Bernini , L. Boullogne,jünger, C. Ie Brun, P. Caliari (Veronese), Carracci ,Carravaggio (Caldara?), E. S. Cheron, F. Cheron,S. !e Clcrc d. j., A. ». C- Cvypel, A. Coyzevox;A. Dien, M.Fremineau, F. Girardon, D. Guidi,P. van Gunst, C. G. Hallo, I. Jouvenel,Kncller, N. dc Largilliere, N. Loir, A. Massvn,de Mce, N- und P. Mignard, P. Pcsiö, B.Picart, N. Poussin , H. Rigand, I. Rocttiers,Santerre, R. Sanzio, N. Seberk, G. de Seve,P. Simon, E- >e Sueur, I. Thierry , F. de Troyund Watteau . Und dann nach seiner eigenen Zeich-nung meist Bildnisse, wovon ein Vcrzeichniß mei-nes sel. Vaters an die Lo. anführt, die meistvon ,634. an bis 17,0. datirt sind. Unter die-sen sowohl, als unter denen nach oberwahntenMeistern, sind bald alle damaligen durch Standoder Geist ausgezeichneten Personen in Europa begriffen. Neben so vielen andern heißt der Ka-talog von Brandes dasjenige des Herzogs vonSt. Aignan, Paul Beauvilliers (, 6 g 5 .) ein schö-nes Blatt. Von Geschichtlichem nennen wir hierbloß: Die Verklärung „ach Raphael, welche
Thome.
Ludwig XIV. eigens durch ihn auf zwey Plattenstechen ließ. Es war nach C. Cort der erste Stichnach diesem klastischen Bilde. Lüßli I. 122. sagtdavon: „Tbomassin hatte allerdings mehr Ge-fühl für das Feine des Ausdrucks, und mehrAbwechslung in der Behandlung des Grabstichelsals sein Vorgänger; daher findet man in seinemBlatte, nebst einer korrekten Zeichnung, eine ge-nauere Ueberlieferung der Charaktere und desAusdrucks in den Gesichtern, auch mehr Aus-führung der einzelnen Theile; doch vermißt mannoch immer das Hocherhabene in dem GesichtChristi, und das außerordentlich Feine und Be-deutende in der Figur des beseßenen Knaben^.Dann St. Paul in den dritten Himmel entzückt,aus dem Kabinet d'Orleans, nach Poußin, einBild, vermittelst dessen dieser lctztre so bescheidenmit Raphaels Johannes wetteifern wollte**);Christus auf dem Oelberge, nach le Brun; St.Scholastica (cujus anima cle corpore e^ressa)nach Jouvenet; Ludwig XIV. Ritterstatüe zuNantes von Coyzevox; das Grabmal des Con-stanlius von Cyrey, nach Masson, u. s. f. Sohat er auch für Monicart's Versailles immor-ralrse (1720.) gearbeitet. Rost VII. 2,6—18.
Noch werden dann in verschiedenen unsererQuellen eine Menge Blätter angeführt, von wel-chen wir einsweilen nicht wissen, welchen derbeyden Tbomassin Vater oder Sohn solche (einPaar sogar vielleicht Philipp) zuzuschreiben sind.So z. B. Meleagccs Mutter wirft das für ihrenSohn unglückliche Holz ins Feuer, »ach le Brun;die Himmelfahrt der H. Jungfrau, und eine Ga-lathea nach H. Carracci ; Frankreich auf demThron, theilt die Siegel aus, nach S. le Clerc;Christus am Oelberg, nach M. Corneille; Chri-stus am Kreuze, nach F. Girardon; eine Heim-suchung der H. Jungfrau, nach S. Piombo ;die Gesetzestafeln, nach Vernausal; eine Verkün-digung, nach F. Villamena; Frankreichs Größe,nach N. Vleughel; David spielt auf der Harfe,und eine St. Cacilia, beyde nach D. Zampieri,u. s. f. u. f. Endlich bemerken wir noch, daßEandellini von Heinrich Simon oder Simon(ohne Bestimmung von welchem) sagt: Daß erdie Umrisse seiner Gegenstände bloß durch dichtgereihete Stiche bezeichnet, und dadurch seinenBlättern eine besonders schöne Weichheit verlie-hen habe.
* Tbomassin (Simon Heinrich), s. obenHeinr. Simon.
— — (Stephan), ein Kupferstecher, derzu Paris ein Bildniß des Churfürsten von Sach sen Johann Georg III. nach Johann Luder sollgegeben haben.
* — — (S. H.) gab zu der Schrift: Lcols
lle Cavaleris pur är irr 'lom. I.
ksris 1726. 8°. das Bildniß des Autors, »achTocque gestochen. Dieser G- H- Tbomassin,bedeutet doch wohl ebenfalls den Heinrich S"mon Tbomassin, der seinen Vornamen in ver-kehrter Ordnung diesem Blatte aufstach.
— — ( ). So wird im Almanach
sies Deaux-Arts 180Z. und im Almanach llsOommcrco i8n. ein in beyden diesen Jahrenzu Paris lebender Bildnißmaler genannt; und istwahrscheinlich derselbe, den die Xouvcll. «l.-z.rts I. 8,. Schüler von Vincent nennen, derschon 1801. mit Jngreß, einem Schüler vonDavid, den Preiß von Fr. 200. theilte, den sei-ner Zeit der berühmte Bildnißmaler Latour füreine Halbfigur nach dem Modell, gestiftet hatte.
— — s. auch unten Tomasmi.
Tbome (Johann Friedrich, gewöhnlich Frie-
sterben, und nennt ihn
'y Basan (Lü. rec.) läßt ihn 1688. geb. werden, und » 7 Z-. — 80. Jahr alt (sie!)Enkel von Philipp.
S. Raphaels Leben in unserm Anhange rum Vll. Hefte S. 59. Anmerk. -19.