Band 
Zweyter Theil [5].
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Wickart

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Wichnralin.

Früchte (doch wohl jene anatomischen Präparatenicht ausgenommen) beschränkten.

wichmann (Carl), Königlich-Preußischerpensionirter Bildhauer zu Berlin , geb. zu Pots­ dam , Schüler von Schadow. Auf der Berliner -Kunstausstellung von 1804 sah man von ihm:Eine Lebensgroße Statue in Gyps; eine Gewand-figur; die Venus Urania, an welcher Kenner(besonders an der Verwirrung widersprechenderSymbole der Göttin) manches auszusetzen gefun-den; eine Allegorie auf die Königin, mit ihremPortraitkopf; eine Arbeit, von welcher mannicht viel rühmen wollte. In gleichem Jahrvollendete er die Büsten des bey Salftld geblie-benen Prinzen Ferdinands von Preußen, unddes Kapellmeisters Himmel, von welchen es inMeusel's Arch. l. (z.) 181. heißt:Ueberalle Beschreibung ist die Aehnlichkeit derselben;man glaubt, sie leben zu sehr; jedermann bewun-dert sie." Auf dem Salon von 1806 hatteer wieder neun Büsten ausgestellt, welcheebenfalls etwa Einen ausgenommen allge-meinen Beyfall erhielten. Dann, noch außerdem,eine Gruppe in Lebensgröße: Die Gemahlin desPrinzen Wilhelms von Preußen mit ihrer TochterAmalie. Mensel III. In r8og erscheint er alsordentliches Mitglied der Akademie, und zeigte,e.a. in der Berliner-Zeitung an, daß man beyihm Büsten von der verstorbenen KammersängerinSchick haben könne. Seinen Ruf begründete erindessen vornehmlich seit 1814 (damals ungefehr36 I. alt) durch eine Gruppe «»Marmor, welchedie Hochselige Königin Louise mit ihrer Schwester,der Fürstin von Solms, darstellt, die von dem Königegekauft wurde, und jetzt in Charlottenburg steht.Nach der Rückkehr des Königes e. s. fertigte erauch die Büste desselben, die man in jeder Rück-sicht vortrefflich nannte, ^c.

(Christian August ), etzte ziemlich lei-bentli, >. 'nsatyrischesBlattkl.qu. 4 °. aufdemmanan einer gähne liest: kratornitssanticrinc-,. Vermuthlich lebte er gegen Ende desvorigen Jahrhunderts in Tcukschland. M§c.

(Ernst), geb. um 1788; zeichnete 180Z,als ein Zögling des Salzmann'schen Erziehungs-instituts zu Schnepfenthal , eine kleine Karte vonEuropa , die I. C. Ausfeld in gedachtem Jahre gutin Kupfer stach. Der Unsere erlernte darauf dieHandlung zu Mühlhausen in Thüringen , konditt'o-nirte dann in Leipzig und soll itzt (1816.) in Wien angestellt seyn. ^c.

(Friedrich), Bildhauer und Jnnhabereines Magazins aller Art von Kunstmeubles zuBerlin 180«. In üevezow's Leben U-Runstder Bönig!, preuß. Kammersängerin M L.Schick. Berlin i8c»g. gr. 8°. findet sich das Bild-nis derselben nach einer Büste von ihm. Auchobiger Carl wichmann fertigte solche von der-selben, wie wir schon bemerkten. Unter der Reiheder Berliner akademischen Künstler (von i 8 <, 5 )findet sich ein Johann Fc. wichmann als Bild-hauer und Jnnhaber eines Kunstmeudle-Magazins;ob solches der unsere sey?

(Johann Fr.), ein Bildhauer, s. vor-stehnden Friedrich ^w.).

(I.). So hieß ein Kupferstecher zuHamburg gegen End des XVII. Jahrhunderü;ohne Zweifel derselbe, welcher in Arntiels Einirbrjsches Heidcnthum (Hamburg 1700) gearbeitethat. ck-/§c.

wichmann (Ludwig), jüngerer Bruder vonCarl, ebenfalls Bildhauer in Gypsarbcit zu Ber­ lin , geb. zu Potsdam . Auf dem Berliner-Salon1804 sah man von ihm, neben Anderm, das Bildeines niedlichen, schalkhaften (?) deutschen Mäd-chens, welches Kenner für die beßte (!) Büsteauf der damaligen Ausstellung erklärten *). Aufderjenigen von 1806 ezponirte er ein Relief voneigener Erfindung: Hektor im Frauengemach derHelena. Mensel III. (>809.), der ihn dort unterdie Lebenden zahlt. Um 1808 muß einer der bey-den Brüder sich in Paris befunden haben. S. dasVerzeichniß der damals dort lebenden Künstler,am Schluße von Landon's Beschreibung desSalons desselben Jahrs; doch scheint es nicht,daß er etwas dort aufgestellt hatte.

(Niclaus), ein Maler in Dänemark ,dessen Herkommen im Dunkel liegt. Daß er eingeschickter Künstler «var, beweist sein DildnißKönig Friedrich IV. in Lebensgröße, zu welchemKrock die Beywerke malte. Niclaus blühte imAnfang des XVIIl. Jahrhunderts. Den Däni­ schen Prediger zu London , Jwer Drinch, hatAndr. Reinhard 1726 nach ihm gestochen. Runst-Historie i Danmark af wein wich S. n 4 -Vielleicht war er aus Hamburg gebürtig.

' (P ), ein Maler, nach welchemO.H.de Lobe das Bildniß des Dänischen HofpredigerSI. A- Seidlitz 8°. gestochen hat. Anderwertswird noch nach ihm das Bildniß Christian VII. von Dänemark , von C. Fritsch genannt,

S. unten p. Wickart.

( ), ein Baumeister zu Hannover ,

wo er in 1819 erscheint. M-c.

*wickam (Wilhelm). Seine majestätischeFigur war es vielleicht eben so sehr, als seineTalente und Gelehrsamkeit, welche ihm die GunstKönig Eduard lll. zugezogen. Eine Zeitlang be-kleidete er sogar die Stellen eines Staatssekretairsund Eiegelverwahrers. Eine zweydeutige Jnn-schrift im Pallaste zu Windsor hakte ihn dann aufkurze Zeit um die Königliche Gunst gebracht. Auchspäkerhin fielen ihm allerlei schwere Schulden zuLast, von denen er aber ebenfalls durch einenParlamentsschluß losgesprochen wurde. Dann be-gab er sich in den geistlichen Stand, und war,als Bischof von Winchester, ein Beyspiel christ-licher Lugenden nur eben der Duldung nicht,da er z.B- Wiclef's Verbannung hauptsächlich be-föderte. Von seinen architektonischen Kenntnissenzeugt besonders die Kathedralkirche zu Winchester,welche, freylich zum Theil noch in barbarischemGeschmacke, in anderer Rücksicht der St.Pauls-Kirche zu London wenig nachgiebt. (L6.

ters.) 1 . i 54 55 .

w«ck ard, s. gleich unten wickart.

Wickart (Matth.). Von einem Stecher diesesNamens (wohl von Zug in der Echweiz gebürtig)kennt man ein Blatt, welches das Kloster Muri in Aargarr darstellt. IlLc.

(P-). Nach einem dieses Namens

hat C- Fritsch das Bildniß Christian lV. vonDänemark gestochen. Wohl dasselbe, wel-

ches oben einem L>. wichmann zugeschrieben ist.

oder wickbard ( ). So soll ein

Goldschmied von Augsburg heißen, der um dieMitte des XVII.Jahrh, lebte, und dessen Bild-niß sowohl ein Unbekannter, als Phil. Kilian l 655

*) Wohl dieselbe, welche anderwerts kurz «eine allsemein bewunderte iveil'llche Büste" heißt.

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