28 Ehrenberg : Zusätze zur Erkemilnifs grofser organ. Ausbildung
Erklärung der Abbildungen.
Die beiliegende Tafel soll die angezeigte Beobachtung der männlichen Sexual-Organebei den Infusorien anschaulich zu machen suchen. Um nicht die Abbildungen unnöthig zumehren, ist die Structur der Räderthiere in dieser Hinsicht als den Krebsen ähnlich und alsmithin einer weiteren Vergleichung weniger bedürftig, weggelassen worden. Auch sind Ab-bildungen dieses Organismus auf den frühem Tafeln häufig mitgetheilt worden, welche dennzu vergleichen wären.
Einer besonderen Demonstration bedarf es nur noch bei den Polygastricis. Als deut-liche Verhältnisse in dieser Beziehung sind die gewisser Eingeweidewürmer angesehen wor-den und so ist denn als erläuternd Distomum globiporum dargestellt.
Dafs das gleiche Verhältnis in die Klasse der Turbellarien (eines Theils der Plana-rien) übergreift, ergiebt sich aus den beigefügten 2 Darstellungen solcher Formen und andiese nun als Typen schliefsen sich die oben erläuterten Formen des Sexual-Systems bei denInfusorien an.
Eig. 1. IHstuinuin groDiporum a»,... i.._»i.» ( ] cs Qyprinus jEfr«'—" ' J,e s ainendrii-
sen, x die männliche Sexual-Öffnung.
Fig. 2. Gyrator hermaphroditus E. ( Symbolae physicae Evertebrata I.) a die Mundöffnung,oe der Schlund oder Magen, i der Darm, v. v die vier ein inneres Zittern deut-lich zeigenden Längsgefäfse, ov der Eierstock mit den Eikeimen, t die männlicheSamendrüse, * ein dazu gehöriges unklares Organ, sp das männliche Sexual-Organ (Spicula duplex .), o die Augen mit dem unterliegenden Nervenknoten, x diemännliche Sexual-Öffnung.
Fig. 3. Vertex truncatus E. ( Symbolae physicae Evertebrata I.) = Planaria truncata Mül-ler? a der Mund, oe Schlund oder Magen, i Darm, ov Eierstock mit Eikeimen,t männliche Samendrüse, o Augen durch einen Pigmentstreif abnorm vereinigt.
Fig. 4. Junges Individuum derselben Art mit getrennten Augen. Man erkennt aus dieserAugenbildung, dafs es keine geschlossenen Linsenhöhlen sein können.
Die folgenden Figuren stellen die verschiedenen Formen der männlichen Samen-drüsen bei den Magenthieren vor. t bezeichnet die Samendrüse, s die cou-tractile Samenblase.
a. Kugelförmige Drüsen:
Fig. 5 . Stentor niger, einfache Drüse.
Fig. 6. Trachelius Meleagris n. s., doppelte Drüse.
Fig. 7. Monas vivipara n. sp. s
Fig. 8. Micrasterias Boryana.