Band 
[Erster Band.]
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dilden, scheinen auch Herrn von Raumer zu der Vermuthung veranlafst zu haben, dassdie Alpenkette ein junges, dem Muschelkalkstein folgendes Gebilde sei 18 ). Die Bemerkungdie der Verfasser bei der Steinkohle von Monosque und Forcalcjuier (Departement erUnteralpen) gemacht hat, dass der Kalkstein, der zuweilen Fischabdrücke enthält, bald ho-rizontal, bald gestürzt geschichtet ist, und so zugleich an den Alpenkalkstein und an denFlötzkalkstein erinnert, düifte wohl, was das Verhalten anbetrilft, sich in den Alpen auchnachweisen lassen.

Entscheidender für die Formationsepochen würde es seyn, wenn die von Herrn vonSchlotheim an einem andern Ort gethane Aufserung, dass in dem Höhlenkalkstein ganzandre Korallen, Zoophiten und Muschelarten als in dem noch altern Übergangskalkstein undin den jüngren Flöizschiehten gefunden werden, sich durchaus bestätigte, und fortgesetzte ge-naue Beobachtungen auch verschiedne Vegetationsperioden in diesen und andern Gebildennachweisen liefsen; dann würden wir ganz mit dem einstimmen, was er hierüber in einernachfolgenden Stelle äufsert. ln der ältern Flötzkalkformation und im dazu gehörigenHöhlenkalkstein finden sich daher nur solche Geschöpfe, welche, nachdem der gröfste Theil

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der ältern Thier- und Pflanzenwelt bereits in den Ubergangsschichten begraben war, wäh-rend einer Epoche lebten, wo wenigstens in unserer Gegend die Ubergangsgebirge die Kü-sten der damaligen Meere bildeten, und so treffen wir im Muschelflötzkalk und Quadersand-stein z. B. wahrscheinlich wieder die Grabstätte des Thier- und Pflanzenreiches an, welchesdie Erde zu jener Zeit bevölkerte und verschönte, als der ältere Kalkstein nebst dem Höh-lenkalkstein auf mehrern Punkten als Küstenfels aus dem Meere hervortrat. 19 ) u

Dafs die Vegetation, die in dem Quadeisandstein gefunden wird, von jener derSteinkohlenformätion verschieden sei, werden wir Gelegenheit finden mit Beispielen zu er-läutern. Im Allgemeinen gilt von den Kalksteingebilden, was dAubuisson über die Aus-dehnung der Ubergangsformation sehr richtig bemerkt hat:wenn man die Ausdehnung er-wägt, die heutzutage der Übergangsformation zugestanden wird, aufsteigend bis zu den Ur-«ebirsren, absteigend bis zu der Flötzformation, so kann man hieraus den sichern Schlufs zie-hen: dafs zwischen den aufeinanderfolgenden Bildungen eine solche Verkettung und Bezie-hung sei dafs man, von einem Punkte ausgehend, nicht weis, wo man in der Folgereihe deraufsteigenden oder abfallenden Zeitperioden stille stehen soll. Nirgends findet man sichereGrenzen; unwillkührlich hingerissen durch die auffallendsten Ähnlichkeiten, betrachtet man alsein Ganzes und verbindet es zu einer Formationsmasse, was einzeln und in weiter Entfer-nung untersucht, als sehr verschieden erscheint.

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Nachträgliche Nachrichten über einzelne Steinkoh-

lenformationen.

Die ausführlicheren und genaueren Beschreibungen einzelner Steinkohlenmulden mitbesondrer Rücksicht auf die Formationsveihältnisse, sind von vorzüglicher Wichtigkeit, um dieeigenthümlichen örtlichen Verschiedenheiten genau von den gleichbleibenden, allgemeinen For-mationsnormen unterscheiden zu lernen. Beide sind für den Bergbau, wie für die geognostischen

18 ) Die Gebirge Nieder Schlesiens, von ff. V. Raumer, p. 1 77 .

19 ) Beiträge zur Naturgeschichte der Versteinerungen, von E. v. Schlotheim ,in der Denkschrift der k. Akademie in München . T. VI. p. i 5 u. 34.

20 ) d'Aubuisson de Voisin, Traite de Geognosie T. II. p. z 5 g.

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