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dct, wo der Weg der Flecken wieder als eine grade Linieerscheint. Bald darauf erhebt sich die Erde über die Ebenedes Aequators und die Bahnen der Flecken krümmen sich all-mählig immer mehr nach unten, bis sie drey Monathenach dem letzten Knotendurchgange am stärksten abwärts ge-krümmt erscheinen, und von diesem Augenblicke durch die letz,ten drey Monathe wieder nach und nach der geraden Liniesich in demselben Maße nähern» in welchem die Erde, all-mählig in ihrer Bahn höher steigend, dem Sonnenäauatornaher rückt.
Als gerade Linien erscheinen diese Bahnen am Endeder Monathe May und November, und ihre stärkste Krüm-mung nach oben haben sie im August, und nach unten im Fe-bruar, so daß also die Erde vom November bis zu dem fol-genden May unter, und vom May biö November über derEbene des Aequators ist, also in jenem halben Jahre jeneBahnen auswärts, und in diesem abwärts gekrümmt erblickt.Diese Beobachtungen der verschiedenen Krümmungen jenerBahnen werden uns leicht die Lage der Notationsare, oderdie Lage des auf diese Are senkrechten Aequators kennen leh-ren. Da in den beyden Augenblicken, in welchen jene Seh-nen als grade Linien erscheinen, die Erde in der Knotenliniedes Sonnenäquators mit der Ekliptik ist, in welcher Linie sichder Mittelpunkt der Sonne immer befindet, so ist die Längeder Sonne, in jenen Augenblicken beobachtet, auch zugleichdie Länge der Knotenlinie; und da diese Sehnen sich offenbardesto mehr nach oben oder nach unten krümmen müssen, jegrößer die Neigung des Sonnenäquators gegen die Ekliptikist, so wird man durch einige leichte geometrische Betrachtun-gen aus der größten Krümmung, wie sie im Februar undAugust statt hat, jene Neigung ableiten können. Man hatso gefunden, daß die Länge des aufsteigenden Knotens desSonnenäquators 2j7 o 50' und die Neigung desselben gegen