2) Planisp'haerium Coeleste. Curä Philomusi sculpsitConrad Meyer. Tiguri 1861. — Von Professor Wolfgeschenkt.
Diese in stereographischer Projectiou verzeiclmete und vondem geschickten Maler und Kupferstecher Conrad Meyer vonZürich (1618—1689) gestochene, einen Fuss im Durchmesserhaltende Sternkarte ist nicht nur für die Zeit ihres Entstehensrecht schöne und sorgfältige Arbeit, sondern gewinnt auch nochdadurch an Interesse, dass die Cometen von 1577, 1585, 1596,1607, 1612, 1618, 1661, 1665, 1680 und 1681, sowie dieneuen Sterne von 1572. 1600 und 1604 in dieselbe einge-tragen sind.
3) Zwei Astrolabien mit Transversalen. — Das Einedurch Ingenieur Hans von Mur alt, das andere durchProfessor Wolf geschenkt.
Das Eine dieser beiden, in gewöhnlicher Weise mit Diopternversehenen Astrolabien ist durch »Butterfield ä Paris« con-struirt; der Halbkreis von 138” m Radius ist in seine 180 Gradegetheilt; 10 nach innen gezogene concentrische Hülfskreise,deren innerster wieder in 180 Grade getheilt und dessen n t ° rTheilstrich mit dem (n -|- l)‘ e “ des Hauptkreises je durch einesogenannte Transversale verbunden ist, erlauben von 6 zu 6,oder durch Schätzung sogar auf 3 Minuten abzulesen; der leereRaum im Halbkreise ist durch eine Boussole mit 32theiligerWindrose und einem in Grade getheilten Kreise von 70”™ Durch-messer ausgefüllt; das Ganze lässt sich behufs Messung vonHöhenwinkeln an einem Ringe halten, — konnte aber offenbarauch auf ein Stativ mit Kugelgelenk zur Winkelmessung inandern Ebenen aufgesetzt werden. — Das zweite, von PaulCark 1644 construirte Astrolabium von 156 mm Radius unter-scheidet sich von dem erst erwähnten dadurch, dass es keineBoussole hat, dagegen der bewegliche Diopter eine Längenthei-lung besitzt, durch welche der Durchmesser von 312 mm in 200Theile zerfällt, —- ferner dass nur 6, aber nach aussen gehendeHülfskreise gezogen sind, und jeder Theilstrich n des Haupt-kreises sowohl mit dem Punkte n — V* °> als mit dem Punkte