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Verzeichniss der Sammlungen der Zürcher-Sternwarte / angelegt von R. Wolf
Entstehung
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102
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Letzteres hat 32 cm Focalweite auf 2 cm Ocffnung, besitzt ein auszwei zu einander senkrechten Paaren von Spinnfaden bestehendesNetz, und hat die Eigenthümlichkeit, dass sich der Auszug amObjectivende befindet, auch ist ihm ein Sonnenglas beigegeben;mit dem Fernrohr dreht sich ein Sector von 120°, an welchemmit Hülfe eines am Ständer angebrachten Vernier die einzelnenMinuten abgelesen werden können. Es ist dieses Instrument,über dessen frühem Gebrauch kaum einzutreten nothwendigsein dürfte, für die Geschichte der Instrumentenkunde im All-gemeinen und für die Geschichte der mit Hecht im vorigenJahrhundert hochberühmten Branderschen Werkstätte im Be-sondern, wegen der ausgezeichnet schönen Thcilung auf Stein,der relativ frühen Anwendung eines Netzes aus Spinnfaden 1 ),der damals bei Instrumenten solcher Art noch selten vorkom-menden Benutzung eines achromatischen Objectives, und derhöchst sorgfältigen Ausführung überhaupt, von nicht geringemInteresse, so dass man den Mangel einer Jahrzahl sehr zu be-dauern hat. Zum Glücke kann diesem Mangel auf folgendeWeise so ziemlich abgeholfen werden: Der SchriftBrander,Beschreibung seines ganz neu verfertigten Planisphaerii astro-gnostiei aequatorialis. Augsburg 1775 in 8" ist eine hübscheKupfertafel beigegeben 2 ), welche das Planisphaeriuin mit derAufschriftG. J. Brander fec. Aug. Vind zeigt, und die Sig-naturIlöschel dcl. hat; ebenso ist der SchriftBrander,Beschreibung eines magnetischen Deelinatorii und Inclinatorii.Augsburg 1779 in 8 eine von Höschcl gezeichnete Tafel bei-gegeben, aber das Inclinatorium selbst trägt wieder nur dieAufschriftG. J. Brander fec. Aug. Vind, ja noch die der

*) Die daherige Anregung Fontanas datirt erst von 1755, undwurde sonst bekanntlich vor Anfang des gegenwärtigen Jahrhun-derts wenig beachtet.

2 ) Diese Tafel kann in Beziehung auf die Fussplatte, ihreSchrauben, die Libelle, und die Befestigung der den Stundenkreistragenden Platte an derselben, auch für unser Instrument dienen;Form und Aufstellung des Fernrohrs, und überhaupt alles Uebrige,ist dagegen total verschieden, von dem eine Sternkarte zeigendeneigentlichen Planisphserium gar nicht zu sprechen.