Letzteres hat 32 cm Focalweite auf 2 cm Ocffnung, besitzt ein auszwei zu einander senkrechten Paaren von Spinnfaden bestehendesNetz, und hat die Eigenthümlichkeit, dass sich der Auszug amObjectivende befindet, — auch ist ihm ein Sonnenglas beigegeben;mit dem Fernrohr dreht sich ein Sector von 120°, an welchemmit Hülfe eines am Ständer angebrachten Vernier die einzelnenMinuten abgelesen werden können. — Es ist dieses Instrument,über dessen frühem Gebrauch kaum einzutreten nothwendigsein dürfte, für die Geschichte der Instrumentenkunde im All-gemeinen und für die Geschichte der mit Hecht im vorigenJahrhundert hochberühmten Brander’schen Werkstätte im Be-sondern, wegen der ausgezeichnet schönen Thcilung auf Stein,der relativ frühen Anwendung eines Netzes aus Spinnfaden 1 ),der damals bei Instrumenten solcher Art noch selten vorkom-menden Benutzung eines achromatischen Objectives, und derhöchst sorgfältigen Ausführung überhaupt, von nicht geringemInteresse, so dass man den Mangel einer Jahrzahl sehr zu be-dauern hat. — Zum Glücke kann diesem Mangel auf folgendeWeise so ziemlich abgeholfen werden: Der Schrift „Brander,Beschreibung seines ganz neu verfertigten Planisphaerii astro-gnostiei aequatorialis. Augsburg 1775 in 8" ist eine hübscheKupfertafel beigegeben 2 ), welche das Planisphaeriuin mit derAufschrift „G. J. Brander fec. Aug. Vind“ zeigt, und die Sig-natur „Ilöschel dcl.“ hat; ebenso ist der Schrift „Brander,Beschreibung eines magnetischen Deelinatorii und Inclinatorii.Augsburg 1779 in 8“ eine von Höschcl gezeichnete Tafel bei-gegeben, aber das Inclinatorium selbst trägt wieder nur dieAufschrift „G. J. Brander fec. Aug. Vind“, — ja noch die der
*) Die daherige Anregung Fontana’s datirt erst von 1755, undwurde sonst bekanntlich vor Anfang des gegenwärtigen Jahrhun-derts wenig beachtet.
2 ) Diese Tafel kann in Beziehung auf die Fussplatte, ihreSchrauben, die Libelle, und die Befestigung der den Stundenkreistragenden Platte an derselben, auch für unser Instrument dienen;Form und Aufstellung des Fernrohrs, und überhaupt alles Uebrige,ist dagegen total verschieden, — von dem eine Sternkarte zeigendeneigentlichen Planisphserium gar nicht zu sprechen.