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Deutsche Rechtsalterthümer / von Jacob Grimm
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446
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446 haus. ehe. rechte. Kindbetterin.

flande, denn vornehme und reiche bedürfen keiner vor-forge der gefetze. De kiiuielheddifchcn frowen lamptereil beddewande hchhen gleide binnen umhange. J{u-gian. 08 d. h. licherlieit, lo weit der bettvorhang reicht.Der fronende elnnanu wird fogleich /eines die/i/les le-dig: frage, wann einem feine fran ins kindliche kämeund wäre'aus zu herren tlienlte, daß er niiiliieine fahrenlullte u. unterwegens botfehaft kriegte, wie er lieh ver-halten follte? anfw. wann lolches gefchahe, daß ilundie botlchaft gebracht, würde, foll er alsbald die pferdt}abfpannen und ziehen nach haus u. th.un feiner kindbet-terin was zu gute, damit"fie ihm feinen jungen bauerndello heiler fangen u, erziehen könne. YVendhager w.203- Der märker darf.feiuer frau holz anjahren (oben1. 403.) er foll ihr davor kaufen wein und J'ehön beut,(lievveil fie kindes inneliegl. lliidinger w. Sie fügtenauch, das ein manne, der mi geeichte gefeßen wäre, .unddas' vermöchte, ein eigen triinlc wins bi iine in finiohufe möchte haben, obe der geriebtsherrn einer oderIre knechte zu irne quemen, das er deii ein trunk zugeben hälfe, dcJTejbigejj gleichen eine frauwe, die kindesinne läge, u. iöliclis wäre allb von altere herkotuen.ijurgjoiler w. Item were es,, daß ein fraw eins kiudsgenäfe und ihr hotfcliaft (dienilbote) in eines wirts husoder brotbecken hus käme u. ihres weius oder bratebegehrte, um ihr geld oder gut pfände, es fei tag odernacht; fo foll der wirt gehorfam fein ihr wein u. brotzu geben; wolt er aber foliebs nicht llmn, fo mag derbol wein u. brot J'elber riemen u. fo viel gelds alsdarum gehört oder gute pfände uf das vaß legen u. lie-gen laßen n. damit nicht gefrevelt han. Jiifchweiler w.Zumal verbreitet ilt das recht, daß von dem, dc-iTeiifrau Wöchnerin iit, die fchuldigen zinshüner nicht eiu-gefordert werden dürfen, vgl. Ellor kl. lehr. 1 , 74. Dererheber fclmilt den rauchlninern eines kiudhetthaufes dieKopfe ab, mulle aber die lüiner felbit zur fpeife für diefrau zurückllellen. gebrauch im llülteuberg (oberheif.amt Langgöns), helf. denkw. l\ r . 2, 114. Und was diezeit flauen kinds einliegen, die füllen lblche hiiner eßeuu. die häapter dem aufheber geben, fo haben fie wohlgewehrt. Hretzenhaufer w. §. 36. Und lege auch diefrauwe kindes inne, fo fal der amptmau dem hurte dashaupt abbrechen u. fal der frauwe das huu gehen u.fal er das heupt mit iine heim foren, lime herrn zuarwmrzeichen. llheingauer w.