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Die Fahrt der "Wega" über Alpen und Jura : am 3. Oktober 1898 / Alb. Heim, Jul. Maurer, Ed. Spelterini
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mometer, das im Ballon rascli durch verschieden temperierteLuftschichten geführt wird, bedarf daher strenge genommen inseinen Angaben immer noch einer Korrektion und die wertvollen,theoretischen und experimentellen Untersuchungen von DirektorHergesell-Strassburgüber das Verhalten von Thermometern, ins-besondere solchen, die schnell wechselnden Temperaturen ausge-setzt sind (Meteorologische Zeitschrift, XIV. Jahrgang) haben ge-zeigt, dass diese Korrektion in kurzer geschlossener Form bei

kleinen Dimensionen des Thermometerkörpers durch a ^ aus-gedrückt wird; ist der zeitliche Differentialquotient der Tem-

CL I

peratur (U) des Mediums, die das Thermometer entweder direktdurch Ablesung oder dann durch Registrierung liefert, während aeinen passend alsTrägheitskoefficient des Thermometers bezeichne-ten Proportionalitätsfaktor repräsentiert; es ist demnach die wahreTemperatur <p des Mediums gegeben durch

ri_u dU^ ==ü + ß Tt

Dieser jedem Thermometer eigentümliche TrägheitskoefficientM c

a ist gleich dem Bruch ,, gebildet aus dem Wasserwert (Masse Xh b

spezifische Wärme) des Thermometerkörpers und dessen äussererWärmeleitfähigkeit h, berechnet für die ganze Oberfläche S.

Das Korrektionsglied a wird um so grösser ausfallen, je steiler

die Temperaturkurve verläuft, folglich ein Thermometer seine Auf-gabe um so besser erfüllen, je kleiner sein Trägheitskoefficient aist. Da die zweite wichtige Grösse, welche in dem Ausdrucke desTrägheitskoefficienten erscheint die bekannte äussere Wärme-leitfähigkeit h in erster Linie eine Funktion der Aspiration undder Luftdichte ist, so gilt dasselbe von jenem Trägheitskoefficienten aund es ist für die Ballonmeteorologie selbstverständlich eine ausser-ordentlich bedeutungsvolle, wenn auch experimentell recht schwierigzu entscheidende Frage, wie dieser Trägheitskoefficient bei ventilierten