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Neue und gründliche Anweisung, wie nach einer universalen Methode grosse Sonnen-Uhren ... so wohl aus einem arithmetischen Fundament auf verschiedene Arth accurat zu beschreiben, als auch gantz geometrisch, nach der sphaerischen Geometrie richtig zu verzeichnen ... / Johann Gabriel Doppelmayr ...
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202 Gründliche Anw eisung nach einer universalen Methode

«iresman die Bögen der Declination , vor die Zeichen in ihrer Helffte/ als die Bö-gen von z.Grad zz.Mim 16. Grad / 23. Min. und 22. Grad 39. Mim wo es derPlatz leidet / auf dem Bogen R S, und beschreibet zum llnrerschiedt blinde Linien/alsdann nimmt man/um die Puncten aufder Linie der viten Stund zu erlangen / dieHöhe des Zeigers EG, setzet solche auf die Linie a 3 von Am E. vor die andern abernimmt man die Distanzen zwischen der Spitzen in G des aufrecht stehenden Zeigers e Gund zwischen 7. wie auch zwischen G und 8. und so weiter/ setzet selbige von A auf A Bin 7.8. rc. rc. und ziehet aus den Puncten bey E,bey 7.bey L.rc.mit der Linie A B perpen-dicuiare Linien E 3,7 e rc. so werden die Durchschnitte solcher Linien mit den Li-^.xvilinien des Zeichen-Trägers/bey den Distanzen Ea, Eb, Ec auf der Linie,der vitenEiz. 8. Stund / die Distanzen 7'e, 7 f, 7 g auf der Linie der viiten Stund / die verlangtePuncten und so weiter auch aufder Seiten/ wo solche wegen der Horizontal- Sinicstehen können / bey eben diesen Buchstaben geben / durch welche man alsdann die ver-langte Paraiieios ziehen kam Auf gleiche Weise muß man auch um die Mittel - Pa-raUeios zu bekommen/ verfahren / dieman zum Unterschiebt auf derUhrflächen nurblind beschreibet. Hiebey ist die gehörige Bezeichnung/ die ein jeder Parallele an-deutet/ nicht zu vergessen.

vl i. Aufden Uhren der dritten Classe, deren Flachen die Welt- Axin schräg durch-schneiden/ und zugleich in dem Meridiano eines Orths stehen / und demnach keine Ab-weichung haben / dergleichen die Horizontal - Mittag - und Mitternacht - Uhren/ auchdie so gcnandte Horologia reclinata und inclinata sind / so hier gar wohl als lauterhorizontale angesehen mögen werden/ kan man auch die InterleÄioncs der Paralle-lomm mit den Stunden-Linien wieder auf zweyerley Weift / nemlich entweder beyden Distanzen von dem Fuß des aufrechten Zeigers / oder von der /Equinodtial - Liniean / gleichwie in dem vib und viii. Num. des ersten Capitels gelehrec worden / erstlichdurch die Berechnung vorstellig machen/ da man beyder ersten Arth dem in. Num.der v. Aufgab gemäs / die Höhen der Sönnen über solchen Flächen zu jeder Zeit des Ta-ges vor die verlangte Paraiieios determiniert/ die Tangenten der Gomplementenvon diesen Sonnen-Höhen aus einer Soda, bieder nach dem III. Num. der VIII. Auf-gab proporrionirten Zeiger-Höhe gleich ist/ von dem Fuß des Zeigers aufdiecorre-Epondirende Stunden Linien traget / und dann durch die gefundene Puncten die krum-me Linien ziehet. Von diesen besagten Uhren kan eine Nürnbergische Mittag-Uhr in-r. xvim der io.Figur der X vm.Tabell zUm Exempel dienen/ auf welcher man als einer in derFig.xo. Mittägigen Eatitudinevon40.Grad32.MiM horizontalen die Complementa derzu jeder Stund berechneten Sönnen-Höhen von dem Fuß des aufrechten Zeigers aus Eauf die correlponäirende Stunden-Lmien stellet / und dann durch die gefundenePuncten die krumme Linien beschreibet. .

Vlll. Die Paralleli des diquatoris werden der zweyten Methode gemäs wie-x.xviii. folget/ aus einem Arithmetischen Fundament dargestellet. Es seyen zuvor z. E.Fig-9, c La die MittagLinie / L der Fuß des aufrechten Zeigers/8 dessen Spitze/ und alsoC8 deraufrechte Zeiger/ c das UHr-Gentrum, c 8 die schräge Zeiger-Axe/ va*die^czuinoätial-Linie / 8a der Radius /Equinodtiaiis, c K. oder C L eine Stun-den Linie/ M und R zweyPunctenaufjener/ durchwelche die nächste Paraiielivonder ss^uinoLhal- Linie an gehen/ gegeben / alsdann ist vor das erste zu noriren/daß / so man aus der Zeiger-Spitzen' 8 auf die /Eoumoctial. Linie/ wo die Stunden-Lmien selbige durchschneiden/ geradeLinien/ als die Linien 8 h, 8d, gezogen conci-piert/ die Triaugul 8ah, 8ad, indeme jederzeit der Radius ^uinoötiaiis, wieaus dem zweyten Theil bekandt / auf der -/Equinoctial > Linie perpendicuiar stehet/geradwincklicht seyen / in dieser hat man alle Seiten / auch den Winckel a8h, aSd, judeterminiren vonnöthen/ so wird man alsdann die Weiten der verlangten Puncten z.E. M und K von der A^uinoNiai-Linie durch die Berechnung ausfinden können.^.XVIII.^ obige Vertical-Fläche zum Exempel / auf dieser wird der aufrechte Zei-E-L.ro. l 8 . wie auf jeder Flächen zum wenigsten IOOO. Theilen gleich lupponiret/so ist dann die Linie 8 a als der Radius ALquinoctiaiis, nach diesen der VI. Aufgabdes zweyten Theils gemäs 1316. solche kleine Theile groß / die Seiten ah, ad&c.machen nach der Tabell des iv. Numeri in des erst besagten Theils vierten Ca-pitel / so die Linie c K vor die Stunden Linie von i. Uhr und c l vor n.UhrNachmittag angenommen wird / als Tangenten der Aiquinoctiai Distanzen von

15. und