Der Satz von Catalogen.
Man sucht zu vermeiden, daß die Zahl der Abtheilungen ans Ende der einen und dieBenennung der Abtheilungen an den Anfang der anderen Zeile kommt, oder daß bei'Ordnungs-zahlen die eine Zahl auf diese, die andere auf jene Zeile kommt. Die eine Angabe würde dannleicht übersehen. In solchen Fällen, wo Stellungen vorkommen würden, wie
Dinter's Schullehrer-Bibel. Alt. u. N. Test. 9Thle.
oder
Dinter's Schullehrer-Bibel. Altes Test. 1 —
3. Thl.
oder
Dinter's Schullehrer-Bibel. AltesTest. Thl. 1— 3 .
muß man auf passende Weise die zusammengehörigen Zahl- und Abtheilungsangaben auf die eineoder die andere Zeile zusammenzubringen suchen.
Bei Angabe von Auflagen, Ausgaben, Bearbeitungen re. ist ein Zusammentreffen der Zahlderselben mit einer Bändezahl zu vermeiden. Stellungen, wie: Bd. 1. 2. Anst., sind natürlichundeutlich und geben leicht zu Mißverständnissen Anlaß. In solchen Fällen ist womöglich dieAngabe der Auflage vor die der Abtheilung zu bringen, also: 2. Aufl. Bd. 1.
In den neueren Sprachen kommt die Zählung der Auflage (Ausgabe) in arabischen Ziffernmit Ordnungszahlen in der Regel vor das Wort Aufl. oder Ausg., oä. re., in lateinischen Titelnrichtiger mit römischen Ziffern hinter Dclitio, z. B. Dä. III.
Die Beigabe von Kupfern, Tafeln, Karten, Tabellen u. dgl. ist in manchen Catalogen soangezeigt, daß nach Aufführung des ganzen übrigen Titels gesetzt ist: „Tsln", oder „Kpfr." oderAehnliches, entweder aus der Textschrist, oder aus Cursiv. Wie unzweckmäßig das sein kann,leuchtet ein, wenn man einen Titel ansieht, wie:
L-irtli, äis LsrAstrusss. ZIuiiiL 1848. 4. 24
Hier ist völlig unentschieden, was man zu verstehen hat, ob ein Album, welches nur24 Stiche enthält, oder ein Buch, dem 24 Stiche beigegeben sind. Das sehr einfache Mittel,um über diese Schwierigkeit hinwegzukommen, ist, allemal M. (Mit), 0. (Oum, oou), 1^. (I^itü ),-^.v. (^6o) re., je nach der Sprache, hinzuzusetzen.
In Bezug auf die Stellung der Formatangabe giebt es zwei verschiedene bibliographischeMaximen. Die Einen stellen das Format vor den Verlagsort, die Andern hinter das ^zahr desErscheinen», also an das Ende des Titels. Im Grunde genommen ist diese Stellung ziemlichgleichgiltig, wenn nur die einmal angenommene Manier immer eonsequent beibehalten wird.Wenn man aber bedenkt, daß bei Zusammentreffen von Bandangaben und Formatbezeichnung,z. B. Bd. 1-5. 8. (für Oetav) oder Lief. 1 . 2 . 4. (für Quart) Irrthümer fast unvermeidlichsind, Wird man sich für die Stellung am Ende des Titels, entscheiden. — Man bezeichnet die
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