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Geschichte der physischen Geographie der Schweiz : bis 1815 / von B. Studer
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DRITTES BUCH.

mit ihnen auch Krebse, Muscheln, Otter und Biber, letztereals in der Schweiz lebende Thiere, kauin nach eigener An-sicht, und eher nach Gessner u. A. Nach drei historischenCapiteln von Einsiedlern, Heiligen, Kriegshelden u. s. w.,die am See gewohnt haben, werden die in der Umgebungvorkommenden zahmen und wilden Thiere aufgezählt: Hirsch,Wildschwein, Reh, Gems, Murmeltliier, Haas (diese sollenauch Igel fressen), weisser Haas, Luchs (besonders in Uri häufig), wilde Katzen u. s. w. Steinböcke fehlen in dieserGegend der Alpen. Erzählungen von Bärenjagden. Ein eigenesCapitel von Drachen und Lindwürmern, deren Vorkommendurch viele Erzählungen belegt wird. Aufzählung der Vögel.Den Schluss bildet die Beschreibung der längs dem Seeliegenden Ortschaften.

Bei Anlass der Drachengeschichten wird auch des be-rühmten, noch jetzt in Luzern aufbewahrten Drachensteinserwähnt. Es sind darüber zwei Documente vorhanden, von1509 und 1523. In dem ersten sagt der damalige BesitzerRud. Steinpfiin, er habe von seinen Vorfahren gehört:sein Aeni habe diesen Slein fanden, in einer Matten, alser geheuet habe , sye ein grausamer Druck kommen inder Luft schiessen, zunächst bei ihm hin, vom Rigi nachdem Fräcmont, und ihm so nahend, von der Höhe herab-kommen, dass ihm geschwunden und in Olmmacht gelegen.Als er ufstunde, fände er ein Schwure Bluts, so von demDrachen gesprützt war, dasselbe Blut wäre von Stund angestanden als ein Sultz. In demselben Blut sye dieser Steingelegen Das zweite Document bestätigt die vielen Euren,besonders von Blutfiuss und Pest, welche der nachherigeBesitzer Martin Schryber durch Auflegen des Steins ver-richtet habe. Der Stein ist beinah kugelrund und wiegt9 Unzen. Im Jahr 1849 (Berl. Akad. Ber.) fand Ehren-berg diesen Stein im Besitz einer Fräulein Meyer vonSehauensee sorgfältig aufbewahrl. Er ist, nach E., nicht