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Besitzungen um Portswood House durchzieht und nach dem Viaduct über das Jtchiu Watcr bei Northam unddem 75stcn Meilensteine führn In dem Portswood-Einschnitte hört die Abstcigung von '/^^ auf, und die Bahngeht hinter dem Jtchiu Watcr horizontal fort, bis wohin sie in eine Krümmung läuft, und von dort in gera-der Linie zuerst durch einen Einschnitt von 210 Ruthen Länge nach der Portsmouthstraße und einem Canalund dann durch das östliche Ende der Stadt Southampton in

Die Station von Southampton , von London 76',/ englische oder 16'/, deutsche Meilen, 21"/,englische oder -1'/, deutsche Meilen von Salisbnrp, 34 englische oder 7// deutsche Meilen von Poole , 20'/,englische oder 4'/, deutsche Meilen von Lvmington, 16"/, englische oder 3,^ deutsche Meilen von Gosporl und17"/, englische oder 3,, deutsche Meilen von Portsmoulh entfernt. Der Hasen bei Portsmouth ist daher etwa420 Ruthen zwischen Portsmoulh und Gosporl breit.

Southampton ist eine Borough-Stadt, welche mit Einschluß von Stoneham 7 Kirchspiele enthält. Sieliegt am Zusammenfluß des Test- und Jtchin-Flusscs, die sich hier außerordentlich zu einem Meerbusen erweitern,welcher Southampton Mater oder Bey genannt wird. Viele der Straßen sind schön und gut gebaut. DieHighstreet, welche am Quai endigt, gleicht sehr in Breite und Schönheit der Highstreet (Hochstraße, Hauptstraße)von Qrford, und gewährt eine schöne Aussicht auf den Fluß und New Forest. Es sind auch einige Vertheidi-gungsanstalten gegen einen uncrbetenen Besuch, von der See aus, getroffen worden. Die Stadt wird mit gutemTrinkwasscr versorgt, ist gut gepflastert und erleuchtet, und viele schöne Promenaden von ländlicher Schönheit biszu den umliegenden Parks bieten sich den Einwohnern zur Erholung dar, die auch fleißig besucht sind von vie-len Engländern und Franzosen . Wenn mau sich der Stadt von London aus nähert, so ist ihr Anblick unüber-trefflich schön. Der Meerbusen, die Insel Wight und die Gruppen von New Forest übertreffen AlleS, was manin dieser Art sehen kann. Prächtige Landsitze und Baumrcihen fassen die Straße an beiden Seiten ein, unddieser Eingang wird noch durch daS altcrthümlicbe Bargale verziert. Die Mauer, mit welcher die Stadt einge-schlossen war, ist nun an vielen Stellen ganz abgebrochen, aber an anderen dient sie noch als Erinnerung andie Vorzeit, namentlich an einigen Auögängen nach der Bay, wo die Dampfschiffe am Pier landen. Es sind5 Kirchen in Southampton vorhanden, Holv-Rood, St. Michael's, All Saints, St. Marp's und die vereinigteKirche von St. Laurenee und St. John. Jene von Holv-Rood ist merkwürdig wegen ihrer schönen Orgel undverschiedener schöner Monumente. Das Vicariat bringt 250 Psd. Sterl. das Jahr ein; die Kirche St. Mary'Sbringt als Reetorei jährlich 1400 Psd. Sterl. ein. Verschiedene dissentirende Seelen haben ihre Bethäuser undBetiälc hier. Es scheint überhaupt, als ob die dissentirenden Secten deshalb jährlich zahlreicher würden, weildie Churchrates oder Kirchcnlasten immer schwerer und die Zeilen immer drückender für die ärmere Classe wer-den, so daß sie sich nach Befreiung von dem bischöflichen Joche sehnt, welches freilich nur abgeschüttelt werdenkönnte, wenn die Hauptmasse der Bevölkerung sich in Diffcnters verwandelte.

In der Nähe der Stadt ist ein Asyl für Soldatenwaisen, ebenso eine gelehrte Schule, Hospitäler für armeWittwen, arme Lehrlinge w. 220 Ruthen von der Stadt entfernt stehen die Kasernen, welche drei Magdebur-gische Morgen Raum einnehmen. Aus einer Anhöhe, in geringer Entfernung von der Stadt, liegt das Poly-gen, eine Masse von eleganten Gebäuden, von wo aus man ausgedehnte Auösichten auf Meer und Land hat.

Die Einwohner treiben einen ausgedehnten Handel mit den nördlichen Theilen Europa'S in Bauholz, Hans,Talg :c., mit Portugal in Wein und Früchten; und mit Wales und Neweastle in Esten, Kohlen, Blei undGlas. Sie haben außerdem einen guten Handel mit den Inseln Jersey und Guern>ey, welchen sie eine großeMenge Wolle zuschicken, die man in Strickereien zurücksendet, und auch andere Güter. In den Docks, nahean der Stadt, werden Schiffe gebaut. Man war zur Zeit meiner Anwesenheit damit beschäftigt, neben demJtchiu-Flusse neue Docks anzulegen, und hatte eine Menge Maschinen und Meigchen zu diejem Ende dabeiangestellt.

Charles der Erste gab der Stadt eine Corporation von einem Mayor Aldcrmen, Recorder Sheriff, zweiBailiffs und Common Couueil. Die Stadt hat 12 Friedcnsgerichtsbczirke, welche wie folgt verwaltet werden:Der Bischof von Winchester, der Recorder, der gegenwärtige und frühere Mayor, 5 Aldermen und 2 Burgesses,jeder einen, die alle einmal Aldermen gewesen sevn müssen. Der Mayor ist Admiral der LibertieS jin dem South-