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durch die hohe Lage ihrer Reservoirs sehr erleichtert wird. Das Wasser ist vortrefflich, wovon ich mich, als eingroßer Freund des reinen Trinkwafsers, selbst während eines Jahres und länger überzeugt habe.

Die Ost-London-Wassergescllsch aft bezieht ihr Wasser aus dem Flusse Lea, der unterhalb derOstindien Docks bei Blackwall in die Themse fällt, und dort durch eine schöne eiserne Brücke überbrückt wird.Das Wasser wird dort entnommen, wo die Fluth und Ebbe keinen Einfluß mehr auf den Fluß haben können,das heißt in der Nähe der Eastern Connties-Eisenbahn bei Stratford. Die Hauptanlagen sind zu Oldford, wosie Maschinen haben, um das Wasser bei Lea-bridge und Stratford in die Höhe zu heben. Der Ingenieurdieser Gesellschaft ist Herr Wicksteedt, welcher der Erste war, der eine Eornwall-Maschine in London einführte,und zwar als ein sehr wichtiges, kräftiges und öeonomisches Mittel des Wasserhebens. Dieser hat zu Ende desJahres 1841 in London bei John Weal, High Holborn Nr. 59, ein Werkchen über die Eornwall-Maschineherausgegeben, wovon ich hier eine llebersetzung beigefügt habe.

Die Maschine leistet mehr als doppelt so viel mit derselben Kohlenmenge, als die Boulton-Watt-Maschinederselben Compagnie, wie schon oben in der Uebersetznng von Wicksteedt zu sehen ist. Die lausenden Ausgabendieser Gesellschaft sind jährlich zwischen 16,000 und 17,000 Pfd. St., und ihr Einkommen ist 46,000 Pfd. St.das Jahr. Der Tistrict, welchen diese Gesellschaft mit Wasser versorgt, ist sehr groß; er erstreckt sich von denLondon Docks bis Stratford und Bow, und einen großen Theil der Gebäude zwischen Whitechapel, Mile-endund der Themse ; von Whitechapel erstreckt sich der Tistrict über einen Theil der Bichopsgate-Straße und derenUmgegend, von da nach Kingsland, Hackneyroads, Clapton, Homerton, Bethnalgrcen, Bromley, Poplar, Black-wall, so daß die Themse die südliche Gränze bildet. Diese Gesellschaft constituirte sich im Jahre 1807. DasWasser derselben ist ebenfalls sehr klar, und Geruch und Geschmack nicht vorhanden, wie ich dies in den MonatenMärz, April, Mai, Juni 1842, während ich in Poplar wohnte, und mein Dampfschiff in den Cast Jndia Docksfertig baute, durch vielfältigen Gebrauch selbst erprobt habe.

Die Versuche, welche der verdienstvolle Wicksteedt mit so viel Sorgfalt und Genauigkeit angestellt hat, wer-den gewiß dazu beitragen, die Cornwall -Maschinen bei den Bergwerken und andern Anstalten, wo Wasser ingroßen Quantitäten hoch gehoben werden muß, allgemeiner einzuführen.

Die West Middleser Company constituirte sich im Jahr 1806; sie hat ihre Maschinen auf demnördlichen Themseufcr am obern Ende von Hammersmith , wo sich auch die Clegg'sche Lufteisenbahn in geringerEntfernung befindet. Diese Maschinen können täglich 13 Millionen Gallonen Wasser heben. Die Gesellschafthat auch große Reservoirs voll Wasser zu Barnes, Kensington und Little Primrose Hill, welches letztere auf demGipfel dieses Hügels liegt, 88,000 Hogheads Wasser enthält (ein Hoghhcad hat 63 Gallonen) und 188 Fußüber dem mittlern Wasserstande der Themse liegt. Das Bassin von Kensington liegt 122 Fuß höher, als dermittlere Themsespiegcl. Das Anlagekapital der Gesellschaft war eine halbe Million Pfd. St., und ihre Brutto-einnahme beträgt 46,000 Pfd. St. jährlich, während sie nur circa 19,000 Pfd. St. ausgibt, folglich ein reinesEinkommen von 27,000 Pfd. St. hat. Dies macht nur 5 '^ Prvcent, Zinsen vom Anlagekapital. Der Dirigentdieser Werke ist Herr W. Tierncy Clarke. Die Werke versorgen Tnrnhamgreen, Ehiswick, Hammersmith , einenTheil von Fulham, Kensington , Carls Court, einen Theil von Brompton, Kensington Gore, Gravelpits, Not-tinghill, einen Theil von der Urbridge Noad, Westbourne Green, beinahe alle Theile Londons , nördlich von derOrsordstraßc, westlich der Tottenham Court Road bis Mornington Cresccnt, Hampftead Road und Alles, waSwestlich derselben liegt, Regenlspark, St. Johns Wood, Paddington und einen Theil von Kilburn. Unabhängigvon der hier beschriebenen Gränze hat die Gesellschaft auch das Recht, Brentwvod, Battersea, Putney, Richmond,St. James Westminstcr, St. Ann, Soho , St. Mary-le-strand, St. Clemens Danes, St. Paul Coventgarden,St. Georges, Bloomsbury, St. Giles in the Fields und einen Theil von Pancras mit Wasser zu versorgen.

Auch dieses Wasser ist vortrefflich und gesund, zum Trinken, Baden, Waschen rc. brauchbar. Die Leitungendieser Gesellschaft haben eine außerordentliche Ausdehnung, wie die Beschreibung der von ihr versorgten Distriktebeweist. Diese genannten Orte liegen zwar alle am Westende von London , aber außerordentlich zerstreut, sodaß die von ihr versorgten Häuser, welche wenigstens 16,000 betragen, eine außerordentlich große Fläche ein-nehmen.