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[Sechster Theil. - Siebenter Theil.]
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»8 Von der Kenntniß der Mühlsteine

Diese Steine werden in Böhmen an ver-schiedenen Orten gebrochen; es ist eine Art vonfesten Sandsteinen, welche aber nur sehr wenigSanvtheile beim Mahlen fahren lassen. Wenndiese Steine eine feine Schärfe bekommen, so sindsie vorzüglich zum Weizen sehrvortreflich; jedochverlangen sie nur ein mäßig zugerichtetes Getreide,weil sie beim Mahlen wenig Hitze verursachen, in-dem ihre Theile nur sanft angreifen, daher sieauch, wenn das Getreide naß ist, nicht gut ausden Kleien mahlen. Die Schärflinien müssenbei diesen Steinen, nach der Konstruktion gehauenwerden, wie 2. lad. L. zeiget, wo die Ver-zeichnung derselben unten mehr erklärt werdenwirb. Die zum Mahlen des Getreides nöthige» 'Eigenschaften eines guten Böhmische!, Mühlsteins ^lassen sich an folgenden Kennzeichen erkennen:

i.) Wenn dieser Stein eine feine hellblaueFarbe über seine horizontale Fläche spielet, und Isich durchgänig viele hellglänzende Pünktchen zci- 'gen. i

s.) Hauet man mir einer Bille an verschie-denen Orten auf diese Steinmassc, so muß derKlang stets helle und nicht dumpf seyn, den» ,letzteres ist ein Anzeigen, daß der Stein nichtvo» .gleich fester Masse ist. ^

3.) Wenn man ein Stückchen von bieser"

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