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Vollständige Astronomie, oder: Sonderbare Betrachtungen derer vornehmsten an dem Firmament befindlichen Planeten und Sternen, so wohl ihren Nahmen, Bedeutung und Situation nach, als auch was etwan von einer jeden dieser sichtbaren Himmels-Kugeln vor Meynungen von verschiedenen Auctoribus geheget, und davon wahr gehalten werden: ferner: woher alle Phaenomena, Cometen und dergleichen ungewöhnliche Himmels-Zeichen ihren Ursprung nehmen ... / Eberhard Christian Kindermann
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_ oder der her rlichen e aninreii - Kugel. 129

sen gar nicht übereingekommen, und sey keine Proportion zwischen ihmunoder Frucht gewesen. Wie wunderte ich mich über diese Zartheit, spricht erferner: es verdroß mich auf mein corporslisches Wesen, daß ich mchrvermögend war, eine solche Frucht zur Rarität mit zu nehmen. Als erdiese Wunder-Früchte betrachtet, wäre ein L-mirit neben thu getreten, undhatte nach einer solchen Frucht gegriffen, sie auch ohne zuvor zu verderbenin Mund gesteckt, und gegessen. Ich erstaunet«: über seine Gegenwart,rräumet er ferner, und betrachtete ihn mit Verwunderung, denn den,Scheine nach sahe er einem Menschen ähnlich, doch zeigcte sich, daß seingantzer Leib nicht eorporslisch war, sondern er schien wie ein feurig durch-sichtiges Crystall, welches meine Augen verdunckelte, und mein Gemüthin die gröste Beunruhigung setzte. Als dieses schöne Ebenbild gegen mirzu kam, und diese Worte im Hebräischen gegen mir ausssrach:Mein Freund in dein heiligen GOtt, bist du nicht einer von einerandern in denen Dessen schwebenden Welt? folge meiner Bitte undverweile in unserer Spiere nicht. Ich will den grossen heiligen GOttbitten, der dein und mein GOtt ist,daß er dichaufdencn Flügeln des Windesnach andernWelten zu führen last,wo du noch mehrHcrrlichkeit undSchön-heit erblicken kanst.Darauf reichte er mir seincHand, und ich ihm auch: alle -ne,als i ch vermeynte seine Hand zu fassen, fühlete ich ein geistlich Wesen, undsahe weiter nichts als die P-Zur. da sahe ich erst, spricht er weiter, warumes möglich war, daß der Lsuirit die abgebrochene Frucht abzubrechenund zu essen cspsble war, denn zwischen seinem Cörper und denen dasigcnFrüchten war eine Gleichheit und eine Proportion der Natur und Ei-genschaft?. Alles ist nach Proportion erschaffen, denn eines ist mit desandern Eigenschassten so genau verbunden und vereiniget, wie die Gliederan einer Ketten, daß eines das andere erhält.

Ob ich «ungleich sage: Der Heyde ttypslilmu? träumet;so sind esdoch in der That unvergleichliche Gcdancken, es stellet uns die Schönheitderer dasigen vernünfftigen Wesen auf eine mögliche Art vor, desgleichendie Proportion und Gleichheit der Crcaturen mit ihren paradiesischenFrüchten, welches manchem Vernünfftigen die eksrmgmesten icleen vondenen andern Welten überhaupt beyzubringen vermögend ist: wir sehei,daraus den möglichen Unterscheid zwischen uns und denen paradiesischenCreaturen. Ein paradiesischer Mensch träget keine Kleider, und gehet dochnicht nackend. Das wird manchemirrdischen Menschen ohnmöglich vorkom-men. Meine, lieber Mensch, nimmst du denn in die Ewigkeit, wenn du in den

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