288 cExvill. Von denen Fl'r-S ternen aeaen Norden.
Das Auge hat zehen besondere Häute, (runic«) davon die erste -1-iruAme, oder säa-ts genennet wird, diese machet das -AZeisse im Auge undhat in der Mitten eine grosse Oessnung, daß man darunter einige Theilekan liegen sehen. Die zweyte heißt renämes. welche aus den Augen-Musculu entstehet,^und das Auge wie einen Gürtel umgiebet, doch nur aufder inwendigen Seite. Die dritte heißt eora-z, -Horn - Haue, diesemachet den Aug-Apfcl aus, und bestehet aus lauter über einander liegen-den Blätgen. (Iinelliz) Za man erwäge nur, wie der weise Schöpf-fer so sonderlich vor das Auge als ein höchst- nöthiges Werckzeug gcsor-get hat, indem er diejenigen Häute, so bey dem Sehen, und überhaupt dasAuge in seiner guten Beschaffenheit und Gestalt zu erhalten erfordert wer-den, so dauerhaft erschaffen, daß dem Auge rächt leicht einiger Schadenkan zugefüget werden. Die vierdte, lclerocicg. ist der in dcr.Augen-Kammer stehende Theil der Horn - Haut. Die fünfte heißt »v-z, undmacht die kupillsm, oder das kleine Lochlein im Auge, so man sonst denStern zu nennen pfleget: durch diese Oessnung fallen die Licht-Strahlenins Auge. Gleich darüber findet sich ein dünnes Häutgen, welches lri»genennet wird; von diesem nun entstehen die Farben des Auges, welchedurch die Horn-Haut hervor scheinen. Der Stern des Auges kan durchbesondere musculöse Fiebern und Irillem grösser und den kleiner gemacht wer-den, nachdem viel oder wenig Licht ins Auge fallen soll; denn bey Nacht-Zeit, wenn wenig Licht - Strahlen vorhanden seyn, siehet man, daß dieseOessnung grösser als am Tage, daher können wir auch, wenn uns Abendsschnell eiil Licht vorkommt, solches im Anfange nicht gleich vertragen, die-weil durch die grosse Oessnung zu viel Licht-Strahlen in das Auge fallen,und dasselbe sehr bewegen, biß sich solche Oessnung wieder-nach und nachzusammen gezogen. Die sechste lumcs heißt ckoroille-, deren innerstesdie siebende, welche lluylcbigns genennet wird, ausmachet. Diese beydeHäute sind mit einer schwachen Farbe begäbet, damit sie in dem Auge stattder Blendungen in denen Fern-Röhren seyn mögen. Die achte undmerckwürdigste l'unics ist die retia» oder reticulsri'z, Griechisch smplii-blellroicies, dieweil sie wie ein dünnes dich ist. Diese nun bestehet auseitel Nerven, denn sie ist eine Ausbreitung des Seh-Nervs, und liegetgantz tief im Auge, hinter allen Feuchtigkeiten, und werden auf ihr die Ob-jeSs oder die in die Augen fallenden Sachen abgebildet. Dieweil nunsolche Abbildung durch Bewegung geschiehet; so urtheilet alsdcnn dieSeele von dem Anwesen eines sichtbaren Dings. Die neundte lunic»Heißt uracblwiäes, indem sie wie ein Spinn-Gewebe dünne ist, und den bu-
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