auf denen dann die natürliche Besaamung zu langeausbleibt/ da überziehen ebenfalls diese sogcnanütenweichen Holzarten den Waldboden und kommen denbessern Holzarten zuvor. Es giebt auch nur besondresogenannte männliche/ oder besondere weibliche Stäm-me bei den Weiden sowohl als bei den Pappeln, undder männliche Stamm trägt nie Saamen / der weib-liche nur dann/ wenn die weibliche Blüthe im Be-reich der männlichen oder ihres gelben BlüthenstaubeSist/ der sich außerordentlich häufig verbreitet und vonden Winden in die Ferne den weiblichen Blüthenzugetragen wird. Bei den mehrstcn Waldbäumen sinddie männlichen und weiblichen Geschlechtswerkzeugeauf dem nämlichen Stamm oder selbst in der näm-lichen Blüthcnhülle. Bei den italienischen Pappelnkömmt aber der merkwürdige Umstand vor/ daß inder Schweiz sich nur männliche und gar keine weib-lichen Stämme vorfinden/ so daß diese Pappel sichnie durch den Saamen fortpflanzt, sondern durchWurzelbrut/ durch Steckreiser oder Sctzstangen künst-lich fortgepflanzt werden muß. Bei den andern Pap-pel- und Wcidcnarten geht die Fortpflanzung solangsam durch die Saamen und so sicher und schnelldurch Steckreiser oder Sehstangen/ daß fast allgemeindiese Vermehrungsart vorgezogen wird.
Die italienische Pappel/ obgleich sie in mildernThälern nicht von der Kälte leidet/ gedeiht doch anden Bergen nicht so hoch als der Birnbaum. Anden Ufern der Seen und Flüsse und auf leichtemBoden, im Flußsand und Geschiebe bildet sie in Zeit