42. Geschlecht. Falken. 71
ist schwarz, dahingegen ist die Kehle, der Hals, n.die Brust, samt den Seiten und innern Theilen der Dky-Flügel weiß, mit röthlichbraunen Flecken; der un- .lere Theil aber des Bauchs und des Schwanzes hatkeine Flecken. Die Schwingfedern sind weißund schwarz melirt, deßglcichen auch die Schwanz-federn, welche in die quere mit braunen Strichenbesetzt sind. Die Augenringe sind gelb, wie auchdie Füße, aber der Schnabel und die Nagel sindaschgrau.
i2. Der Weihe, ksico kkivus.
Unter den Falken ist der so genannte Weiheder allerbekannteste und häufigste. Er wird desGc-rausches halben, welches er im Fliegen macht,Klilvus gcncnner, Französich Elan, EnglischKire und 6Iea6, weil er gleichsam in der Luft gleitet.
Bey uns kommt er auch unter dem Namen Stoßvogelvor, weil er niit dem Schnabel in den Raub bohret.
Er wird auch Schwimmer gcncnnct, weil er seineFlügel nicht viel bewegt, sondern gleichsam in derLuft schwimmet; deßglcichen heißt er auch der Hüh-verdick. Die Holländer nennen ihn V^ouv,oder K.u>'kcn6ief, und da er einen gabelförmigenSchwanz hat, so ist er von den andern wohl zu un-terscheiden.
Nach dem Linne ist das Nascnwachs gelb,der Schwanz, wie gesagt gabelförmig, der Kopfwcißlichc, und der Körper rostfarbig. Sie ziehenim April über das schwarze Meer, woselbst sie als-dann vierzehn Tage lang in unsäglicher Menge ge-sehen werden, dahero man sie unter die Hugvögelzu rechnen hat. Sie sind sowohl in Asien undAfrica als Europa. Der gemeine Hühnerdicb istvon oben braun, uud wird daher in FrankreichTilsit noir genannt, doch die untern Theile findE 4 alle