?8 Zwote Classe. Zwölfter Abschnitt.
Mam- „ manchmal auch drey oder vier undeutliche und stumpfckmey- ,7 Ecken, und enthalt in ihrem Fleisch gemeiniglich vier,oder ,1 öfters aber auch nur zween oder drey große, eyrundc,Brü- „ rauhe und harte Saamcn. Diese Früchte sind von
sten- „verschiedener Größe, indem sich ihr Durchmesser von
bäum, 7, drey bis auf sieben Zoll belauft, und chaben eine dop-pelte Haut; die äussere, welche ledcrartig, zähe, und„eine lime dick ist, hak eine braungelbe Farbe, und der„ Lange nach kreutzweise in einander laufende Einschnitte,„und lasset sich von der untern oder innern Haut lcicht-„lich stückweise herabziehe» ; die innere Haut aber ist„ dünne, hat eine gelblichte Farbe, und hangt fest mit„dem Fleisch zusammen , wovon man sie, ehe man die,, Frucht isset, sorgfältig absondern muß , denn sie hat„ zwar anfangs, wenn man hiueinbeißt, keinen sondcr-„ lichen Geschmack, in kurzem aber lässet sie eine heftige„ und so uugcmcinc Bitterkeit empfinden, daß man die-„ selbe oft in zween bis drey Tagen nicht wieder aus dem„Munde bringen kann. Eine eben solche Bitterkeit be-„sitzet auch derjenige Theil des Fleisches, welcher die„ Saamen zunächst umgiebt, wofür man sich also gleich-„ falls in acht zu nehmen hat. Uebrigens aber hat das„Fleisch, welches fest und von einer schönen gelbe» Far-„ be ist, einen angenehmen und besondern Geschmack,„und einen schwachen lieblichen gewürzhaften Geruch.„ Einige pflegen diese Früchte , nachdem sie dieselbe von„derHaut und dem bittern Theil des Fleisches gcreiniget„ haben in Stücke zu zerschneiden, und diese in einem„mit Zucker versüßten Wein bey Tische aufzustellen,„ um auf solche Weise das bittere, so etwa noch daran„hängen möchte, abzuwascheu ; auch kochet man sie mit„ Syrup zu einer Conscrve, welche den angenehmen„ Geruch und Gcschinack der Frucht lange behalt. Aus„ den Bluinen dieses Bauins bereiten die Einwohner in„Martinique durch die Destillation mit Brandewein ci-„ neu Liqucnr , welchen sie Eau creole nennen , und„ welchem sie unter andern bey ihnen gewöhnliche» Li-
„ queurs
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